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DYWIDAG-Spannglieder sichern neue Autobahnbrücke über den Potomac Fluss bei Washington, D.C.

DYWIDAG-Spannglieder sichern neue Autobahnbrücke über den Potomac Fluss bei Washington, D.C.

Der 103 km lange Autobahnring „I-495/I-95 Capital Beltway” um Washington, D.C., gehört zu den am stärksten befahrenen Autobahnen an der amerikanischen Ostküste. Teil dieses Autobahnrings an seinem südlichsten Punkt ist die 44 Jahre alte Woodrow Wilson-Brücke über den Potomac Fluss.

Das auf mittlerweile fast 200.000 Fahrzeuge/Tag stark gestiegene Verkehrsaufkommen bedrohte die Standfestigkeit dieser auf eine Belastung von 75.000 Fahrzeugen/Tag ausgelegten Brücke erheblich. Der starke Verkehrsfluss wurde darüber hinaus noch zusätzlich belastet, weil die Zugbrücke aufgrund ihrer eingeschränkten Durchfahrtshöhe ungefähr 265 Mal pro Jahr geöffnet werden musste. Deshalb entschied man sich, die alte Woodrow Wilson-Brücke durch zwei parallele, 1.850 m lange Brücken für jede Fahrtrichtung zu ersetzen.

Die neuen Brücken werden jeweils 6 Fahrspuren plus Standspuren Platz bieten und 6 m höher sein als die alte Brücke. Mit dieser neuen Durchfahrtshöhe von insgesamt 21 m ist nach dem heutigen Schifffahrtsaufkommen eine Öffnung nur noch ca. 80 Mal pro Jahr notwendig. Das bedeutet für die Verkehrsteilnehmer zukünftig ca. 70 % weniger Unterbrechungen und somit weniger Belastungen durch Staus.

Dieses 2,5 Milliarden US-Dollar Projekt umfasst zusätzlich noch den Bau von vier neuen Verkehrsknotenpunkten, um die Zufahrten auf die Brücken flüssiger zu gestalten. Insgesamt wird seit 2003 in einem 12 km umfassenden Gebiet in den Bundesstaaten Maryland und Virginia gebaut, deren Grenzlinie hier der Verlauf des Potomac Flusses darstellt. Nachdem das erste Angebot ca. 75 % über den Schätzungen der beratenden Ingenieure lag, wurde das gesamte Projekt in drei Einzellose aufgeteilt und neu ausgeschrieben. Das Los 3A umfasst die vier nebeneinander liegenden beweglichen Brückenteile auf jeder Seite, und 12 vor Ort zu betonierende V-förmige Brückenpfeiler, die mit Zugbalken verbunden sind. Um die geforderte notwendige Stabilität zu erreichen, mussten sämtliche Bauteile stark vorgespannt werden.

Das Los 3B betrifft die vorwiegend über Land führende Anfahrt von Virginia zur Zugbrücke. Die Zufahrt von Maryland, Los 3C, führt hauptsächlich über Wasser. Beide Lose zusammen umfassen auch den Bau und das Vorspannen von insgesamt 60 V-förmigen Brückenpfeilern. Die Brücken werden an dieser Stelle in Fertigteil-Segmentbauweise errichtet. Die Fertigteile für die Brückendecke und die Pfeiler werden direkt vor Ort in zwei dafür errichteten Fertigteilwerken hergestellt. Die Anforderungen an das Vorspannmaterial waren extrem hoch und entsprachen in etwa den sehr strengen Vorschriften des Verkehrsministeriums von Florida. So waren beispielsweise Kunststoff-Hüllrohre vorgeschrieben und vor Ort durchzuführende zusätzliche DruckluftPrüfungen an den Spannsystemen gefordert.

DYWIDAG-Systems International USA lieferte für das gesamte Projekt die den hohen Qualitätsanforderungen entsprechenden DYWIDAG-Spannsysteme sowie die zugehörigen Geräte für alle 3 Lose. Darüber hinaus hat DSI einige sehr hilfreiche Lösungsvorschläge für besondere Bauprobleme erarbeitet. So erleichtern z.B. vorgebogene Spannstäbe den Einbau der Stäbe in den gebogenen Teilen der Pfeiler erheblich und entlasten die Stäbe gleichzeitig von den starken Krümmungsradien, dem gerade Stäbe an dieser Stelle ausgesetzt gewesen wären. Ein weiterer Vorschlag der DSI betraf die Verwendung von reibverschweißten Übergangsmuffen für die temporäre Vorspan- nung. Diese wurden von DSI kurzfristig auf die Baustelle geliefert. Damit konnte sehr einfach die Verbindung zwischen den kaltgerollten DYWIDAG-Gewindestäben in den Pfeilerfundamenten und den in den Bögen der Brückenpfeiler verwendeten DYWIDAG-Spannstäben hergestellt werden. Auch die vorgefertigten Stab- und Litzenspannglieder für die permanente Vorspannung der Brückenpfeiler lieferte DSI zuverlässig auf die Baustelle.

Ein wesentlicher Meilenstein wurde im Frühjahr 2006 mit der Eröffnung der äußeren Brücke erreicht. Das komplette Brückenbauwerk soll Mitte 2008 dem Verkehr übergeben werden. Danach wird die alte Woodrow Wilson-Brücke abgerissen.

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