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Der Wolf Creek Damm: Umfassende Instandsetzung verhindert Dammbruch

Der Wolf Creek Damm: Umfassende Instandsetzung verhindert Dammbruch

Der in den 1940er Jahren erbaute Wolf Creek Damm in Kentucky, USA dient nicht nur zur Elektrizitätsgewinnung, sondern schützt die gesamte Region auch vor Überflutungen. Als der 1.748 m lange und 79 m hohe Damm als Kombination aus einer Betonkonstruktion und einem Erddamm gebaut wurde, verfügte man noch nicht über das nötige geotechnische Wissen, um den anstehenden Untergrund detailliert zu prüfen. Deshalb wurde der ursprüngliche Abdichtungsgraben für die Gründung des Dammes zu flach konzipiert. Zudem wurde der Kalkstein unterhalb des Erddamms im Laufe der Zeit vom kohlendioxidhaltigen Sickerwasser angegriffen, was bis zu 12 m hohe Hohlräume hinterließ.

In den 60er Jahren deuteten Sickerungen am Staubecken sowie zwei große Senklöcher einen bevorstehenden Dammbruch an, der durch eine Verfüllung des Untergrundes mit rund 221.720 m³ Spritzbeton und D durch den anschließenden Bau einer Schlitzwand aus Beton zunächst verhindert werden konnte. Weil die damals eingesetzte Dichtungswand aber zu flach und nicht breit genug war, um die entscheidenden Hohlräume im Karst abzufangen, stellte das U.S. Army Corps of Engineers im Jahr 2005 schließlich erneut unkontrollierbare Sickerungen fest, die ein hohes Dammbruchrisiko zur Folge hatten.

Um eine Katastrophe abzuwenden, begann man im März 2006 mit einer umfassenden Instandsetzung des Staudamms. Zur Stabilisierung des Damms errichtete man eine rund 1.160 m lange und 84 m tiefe Betonschlitzwand aus überschnittenen Bohrpfählen und rechteckigen Platten, die durch den Erddamm hindurch bis in den tragenden Untergrund reicht. Die Schlitzwand besteht aus 1.197 überlappenden Betonpfählen mit 1,27 m Durchmesser, die in Kombination mit 3,2 m langen und 0,8 m breiten Platten installiert wurden.

Zunächst führte man oberhalb und unterhalb des Damms eine Schleierverpressung durch, um das Fundament zu verfestigen und Sickerverluste zu vermeiden. Nachdruck der Fotos mit freundlicher Genehmigung des Deep Foundations Institute (DFI), USA Anschließend installierte man eine Verkleidung aus Betonplatten, durch die die Führungslöcher für die Bohrlöcher der größeren überschnittenen Pfähle in den felsigen Untergrund gebohrt wurden.

Die Pfähle wurden mit fünf von DSI Underground Systems USA gelieferten Wirth-Bohrgestellen installiert. Die Bohrlochgarnitur der Geräte ist mit einem Neigungsmesser ausgestattet und verfügt über eine Bohrspitze mit Laufrolle, die mit einem 0,6 m langen Ausleger ausgestattet ist. Am 6. März 2013 wurde der letzte Pfahl installiert − ganze 9 Monate schneller als geplant.

Dank der umfassenden Stabilisierungsmaßnahmen können die Anwohner unterhalb des Staudamms ab jetzt wieder durchatmen, und Touristen können unbesorgt in das beliebte Naherholungsgebiet am Cumberland-Stausee zurückkehren. Die Instandsetzung des Wolf Creek Damms wurde im Jahr 2013 mit dem Outstanding Project Award des Deep Foundations Institute ausgezeichnet.

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