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Erstmaliger Einsatz des DYWIDAG-Litzenspannverfahrens Typ MC für externe Vorspannung in Deutschland

Erstmaliger Einsatz des DYWIDAG-Litzenspannverfahrens Typ MC für externe Vorspannung in Deutschland

Auf dem 64 km langen Teilstück der Neubaustrecke der A44 zwischen Kassel und Wommen sind insgesamt 19 Tunnel und 98 Brücken – davon 19 Großbrücken – geplant. Die Wehretalbrücke ist mit 530 m das längste Bauwerk in diesem Projekt.

Bereits im Herbst 2000 waren Vorschüttungen für die Widerlager der neuen Brücke vorgenommen worden, um die späteren Setzungen aus der Brückenauflast vorweg zu nehmen. Wegen des setzungsempfindlichen Bodens musste die Brücke aufwendig gegründet werden. Unter den 11 Pfeilern und den Widerlagern wurden insgesamt 370 Betonpfähle in den Boden eingebracht, um die Standfestigkeit des Bauwerks zu sichern.

Die zwei getrennten Überbauten von 530 m bzw. 527 m werden im Taktschiebeverfahren hergestellt, wodurch eine Beeinträchtigung des ökologisch empfindlichen Talraumes weitestgehend vermieden werden kann. Die Überbauten führen in einer leichten Kurve und Neigung über das Tal und sind als einzelliger Hohlkasten über 12 Felder ausgebildet.

Bei diesem Projekt kommt erstmals das Litzenspannverfahren DYWIDAG MC für externe Vorspannung zum Einsatz. Die Vorspannung des Bauwerks erfolgt nur in Längsrichtung. Wegen der wechselnden Lastfälle durch den Vorschub der Brücke werden jeweils wöchentlich als primäre Vorspannung zwei externe DYWIDAGSpannglieder des Typs MC 63115 und als temporäte Vorspannung zwei externe Spannglieder Typ 6815 aus verzinkter Litze über zwei Takte (1 Feld) eingebaut und vorgespannt. Nach dem Endverschub werden die temporären Spannglieder entspannt und ausgebaut.

Danach folgt der Einbau der sekundären Vorspannung, die aus sechs, bis zu einer Länge von 201 m parallel laufenden, ebenfalls externen Spanngliedern des Typs DYWIDAG MC 63115 besteht.

Der Einbau der MC Spannglieder erfolgt unabhängig vom Bauablauf. Nachdem die Bodenplatte und die Stege betoniert, ausgeschalt und der Deckentisch in Position gebracht worden ist, baut das Fachpersonal der SUSPA-DSI GmbH die für den Verschub benötigten Spannglieder ein. Da kaum Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Gewerken bestehen ist es gelungen, den Takt in vier Arbeitstagen herzustellen.

Für die Unterbauten werden 5.500 m3 , für die Überbauten 10.300 m3 Beton benötigt. Darüber hinaus kommen 2.400 t Bewehrung und 235 t Spannstahl zum Einsatz.

Wenn die Bauarbeiten nach Plan verlaufen, wird die Wehretalbrücke im Spätsommer 2003 fertig gestellt sein. Kommen auch die anderen Arbeiten an Tunneln und Brücken zügig voran, wird der 4,3 km lange Autobahnabschnitt bei Walburg 2004 dem Verkehr übergeben werden können.

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