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DYWIDAG-Litzendaueranker sichern Hänge entlang des Jakobswegs in Spanien

DYWIDAG-Litzendaueranker sichern Hänge entlang des Jakobswegs in Spanien

Das Dorf Trabadelo im Westen der Provinz León ist Teil des berühmten Jakobsweges und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn A6, die Galizien und Madrid verbindet.

Geografisch ist Trabadelo in eine Hügellandschaft mit steilen, ca. 100 bis 150 m hohen Abhängen eingebettet. Im Februar 2009 kam es zu einem schweren Felssturz. Der höchste Abhang rutschte genau an der Stelle ab, wo Tunnelviadukte die Autobahn A6 sicherten. Die Felsmasse bestand an der Bruchstelle aus schrägen Schieferplatten, die aufgrund starker Regenfälle und in Folge der Bauarbeiten an der Autobahn instabil geworden waren. Nach dem Felsrutsch musste die Autobahn A6 auf einer Länge von 5 km sofort komplett gesperrt und der Verkehr über die alte Bundesstraße N-VI umgeleitet werden.

In Folge des Hangrutsches mussten sofort Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, um die Abhänge umfassend zu stabilisieren. In nur 16 Monate wurden die Bauarbeiten an diesem anspruchsvollen Projekt erfolgreich durchgeführt. Teilweise waren bis zu 50 Bauarbeiter im 24 Stunden-Schichtbetrieb im Einsatz. Die Projektkosten beliefen sich auf ca. 35 Mio. Euro.

Das Projekt beinhaltete nicht nur eine umfassende Sicherung des Hanges, sondern auch den Bau zusätzlicher Zufahrtsstraßen, die eine kontinuierliche Überwachung des gesamten Areals ermöglichen. Der gesamte Hang wurde außerdem terrassenförmig abgestuft, um eine leichtere Entwässerung zu ermöglichen.

Weiterhin wurden auf einer Fläche von 2.150 m² besonders steile Hangflächen mittels Ankerwänden gesichert. 12.300 m aktive Verankerungen wurden zu diesem Zweck in die Ankerwände eingebaut und auf eine Spannkraft von 120 t vorgespannt. DSC lieferte für dieses Projekt 900 DYWIDAGLitzendaueranker, Typ 8x0,6", sowie die benötigte Spannausrüstung. Um die Autobahn vor eventuellen weiteren Felsstürzen zu sichern, wurde das bereits vorhandene Tunnelviadukt um eine zusätzliche Fläche von 3.570 m² vergrößert. Für die Hangsicherungsarbeiten wurden 6.200 m³ Spritzbeton und 85.000 m² Bewehrungsstahl verwendet. Die gesamten Erdbewegungsarbeiten beliefen sich bei diesem Projekt auf ein Volumen von 510.000 m³. Im Juni 2010 wurde der Autobahnabschnitt der A6 im Bereich Trabadelo wieder für den Verkehr freigegeben.

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