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Spannglieder ermöglichen außergewöhnliche Architektur: Das Ulmer Zentrum

Spannglieder ermöglichen außergewöhnliche Architektur: Das Ulmer Zentrum

Zum Großprojekt „Stuttgart 21” gehören nicht nur der neue Tiefbahnhof in Stuttgart und der Neubau der Bahnstrecke nach Ulm, sondern auch die Umgestaltung des Bahnhofes in Ulm sowie der benachbarten Stadtviertel. Eines der ersten Projekte in diesem Areal ist der Neubau des „Ulmer Zentrums”, oder kurz „UZ”.

Das moderne Gebäude mit einer Nettogrundrissfläche von ca. 7.000 m² besteht aus sieben Ober- und zwei Tiefgeschossen. Der 62 m lange, 49 m breite und 24 m hohe L-förmige Neubau wird unter anderem als Hotel genutzt und nimmt eine Abteilung des Ulmer Finanzamtes auf.

Die Tragkonstruktion des Gebäudes wurde als Stahlbetonskelettbau realisiert, welche wegen der begrenzten Platzverhältnisse in zwei Abschnitten hergestellt wurde. Die Geschossdecken sind 30 cm dick und wurden fugenlos mit Randunterzug ausgebildet. Für das Fundament des neuen Gebäudes kamen Pfähle und Bohrpfahlwände zum Einsatz. Letztere wurden bewusst als gestalterisches Element in den Tiefgaragen sichtbar belassen.

Seine markante Erscheinung erhält das Ulmer Zentrum durch eine 8 m lange und 3-stöckige Auskragung. Das Tragsystem hierfür besteht aus zwei in den Attiken integrierten Spannbetonüberzügen mit nachträglichem Verbund, welche die Lasten zu den in Verbundbauweise ausgeführten Tragstützen zurückführen. Zusätzlich wurde das Eigengewicht in der Auskragung durch die Verwendung von Leichtbeton für die Decken reduziert. Um eine schnelle Montage der Überzüge zu gewährleisten, entschied sich der Tragwerksplaner für den Einsatz vorgefertigter Litzenspannglieder, Typ SUSPA-Systems, 15-0.6" und 22-0.6".

Für eine Reduzierung der Verformungsempfindlichkeit und eine Erhöhung der Robustheit wurden die Zugstützen in der Auskragung und der Rückverankerung der Überzüge mit DYWIDAG-Spannstäben Typ WR, Ø 26 mm überdrückt. Kontinuierlich durchgeführte Vermessungen der Auskragung zeigten bisher keinerlei Verformungen durch Kriechen und Schwinden.

Das UZ wurde im Sommer 2013 erfolgreich fertiggestellt und ist seitdem eine herausragende Erscheinung im Ulmer Stadtbild.

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