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<em>GEWI</em><sup>®</sup> Plus- Anker sichern wichtige Stützwände nach Tunneleinsturz

GEWI® Plus- Anker sichern wichtige Stützwände nach Tunneleinsturz

In dem ca. 32 km von London entfernten Ort Gerrards Cross wurden kürzlich GEWI® Plus-Anker umfassend zum Wiederaufbau eines Tunnels aus Ortbeton eingesetzt. Um Platz für einen Supermarkt mit insgesamt 300 Parkplätzen zu schaffen, wurde eine innovative Lösung gefunden, bei der eine Zugstrecke mit Fertigteil-Tunnelsegmenten überbaut wurde. Auf den Tunnelsegmenten wurde bis auf die Höhe der ursprünglichen Geländehöhe Erde aufgeschüttet, um neuen Baugrund zu gewinnen und die so genannten Luftrechte über der Zugstrecke zu nutzen.

Als die Anschüttmasse für den neuen Baugrund um das neu errichtete Tunnelprofil verteilt wurde, brach der Tunnel jedoch auf Grund von unregelmäßigen Lasten, die auf die Fugen der Tunnelsegmente einwirkten, ein. Ein Zugführer konnte seinen Passagierzug gerade noch rechtzeitig vor der Einsturzstelle zum Stehen bringen.

Um eine stabile und sichere Lösung zu erhalten, wurden beim Wiederaufbau der Einhausung auf jeder Tunnelseite zwei Reihen angrenzender Bohrpfahlwände realisiert, die als Stützmauern dienen und mit Hilfe von Ankerpfahlwänden auf der oberen Seite der Böschung an der Zugstrecke rückverankert sind.

Da die Biegesteifheit der Anker wegen der Nähe zur Zugstrecke von entscheidender Bedeutung war, entschieden sich die Ingenieure für den Einsatz von GEWI® Plus-Ankern. Die robusten Anker können durch eine Anpassung der Muttern am Anschlusspunkt oder durch die Verwendung von zusätzlichen, mit Muffen gekoppelten Ankerstäben einfach längenflexibel angepasst werden und erwiesen sich so als ideale Lösung für den Auftragnehmer. Insgesamt lieferte DSI 108 GEWI® Plus-Anker mit Durchmessern von 57,5 mm in Längen von 14 bis 18 m sowie 60 GEWI® Plus-Anker mit Durchmessern von 43 mm in Längen von 12 bis 16 m.

Für die Winkelabschlüsse produzierte DSI spezielle Keile mit Gelenken aus GEWI® Plus-Kugelbundmuttern. Auf Grund des Durchmessers an der gewölbten Oberfläche der Muttern können Ankerplatten mit größeren Durchgangsbohrungen verwendet werden, wodurch eine größere Beweglichkeit der Gelenke ermöglicht wird. Dank der speziellen Gelenke konnte die Bauzeit erheblich verkürzt werden. Für das Projekt kamen insgesamt 336 Ankerplatten mit Keilen zum Winkelausgleich und für hohe Lasten zugelassene Kugelbundmuttern zum Einsatz.

Da eine langfristige Bodensetzung der Anschüttmasse zu erwarten war, wurden alle Anker in gerippten Hüllrohren mit großen Durchmessern geführt. Dabei wird der Anker auf dem Boden des Hüllrohrs platziert, und die Anschüttmasse wird um das Hüllrohr herum schichtweise aufgetragen und verdichtet. Im Laufe der Zeit kann sich die Anschüttmasse verdichten und setzen, ohne dass die vorgespannten und innerhalb der Hüllrohre frei liegenden Anker davon beeinträchtigt werden. Ohne Hüllrohre wären die Anker einer Knickbiegung ausgesetzt, die zusätzliche Lasten auf die Wände ausüben und möglicherweise zu Scherkraft der Anker an den Ankerplatten führen würde.

Die Dauerhaftigkeit der Anker wurde mit Hilfe eines Korrosionszuschlags sichergestellt. Dabei wird die Abrostrate des Stahldurchmessers über die gesamte Lebensdauer bestimmt, und der Stab wird mit einem entsprechend größeren Durchmesser produziert, damit Korrosion erfolgen kann, ohne dass die Lasttragkraft des Ankers beeinträchtigt wird.

Nach der durch DSI vorgenommenen Installation und Vorspannung der GEWI® Plus-Anker auf ihre jeweiligen Gebrauchslasten wurden die Reste des eingestürzten Tunnels entfernt und die neue Tunnelschale am Scheitel verstärkt. Anschließend wurde der Tunnel mit einer 600 mm dicken Deckenplatte aus Beton bewehrt, über der insgesamt 200.000 t Anschüttmasse verteilt wurde. Vor Kurzem wurde der Supermarkt auf der Einhausung eröffnet.

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