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Moderner Schleusenkomplex für wirtschaftliches Wachstum: Tucuruí-Schleuse, Brasilien

Moderner Schleusenkomplex für wirtschaftliches Wachstum: Tucuruí-Schleuse, Brasilien

Der Tucuruí-Damm im Bundesstaat Pará im Norden Brasiliens war das erste groß angelegte Wasserkraftprojekt im Regenwald des Landes und produziert ca. 8% der Gesamtenergie Brasiliens. Die Bauarbeiten an dem Staudamm begannen bereits im Jahr 1975, und der Damm wird seit 1984 genutzt. Das Bauprojekt war von Anfang an in zwei Phasen aufgeteilt.

Die zweite Projektphase, die im Jahr 2007 nach mehreren Baustopps wieder aufgenommen wurde, hat das Ziel, die Schiffbarkeit des Tocantíns-Flusses, die durch den Bau des Staudamms unterbrochen wurde, wieder herzustellen. Zu diesem Zweck wurde ein Schleusenkomplex errichtet, der im Juni 2010 fertiggestellt wurde. Der Schleusenkomplex gewährleistet einen reibungslosen Schiffsverkehr zwischen den Städten Belém und Marabá über eine Entfernung von ca. 680 km.

Das Projekt ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Entwicklung der Region, die auf Grund ihrer Agrarwirtschaft sowie ihrer Mineralvorkommen und Bodenschätze ein hohes wirtschaftliches Potenzial hat. Das neue Schleusensystem ermöglicht dank der Überwindung einer Wasserhöhen-Differenz von ca. 75m hinweg einen einfachen und schnellen Transport der Produkte aus der Region.

Um den 75 m hohen Staudamm zu überwinden, war ein Schleusenkomplex mit zwei Schleusen nötig. Beide Schleusen haben 210 m lange und 33 m breite Kammern, die über einen dazwischen liegenden Kanal mit einer Länge von 5.463 m und einer Breite von 140 m miteinander verbunden sind.

Protendidos DYWIDAG lieferte ca. 29 km DYWIDAG-Spannstäbe des Typs ST 85/105, Ø 32 mm, die zur Hangstabilisierung auf der Baustelle eingebaut wurden. Zudem wurden ca. 6,5 km DYWIDAG-Spannstäbe zur Verstärkung der vorgespannten Betonelemente installiert.

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