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DYWIDAG-Dauerlitzen-Zuganker für das neue Wembley-Stadion

DYWIDAG-Dauerlitzen-Zuganker für das neue Wembley-Stadion

Das neue Wembley-Stadion, Wembley, England

Das neue Wembley-Stadion, das gegenwärtig auf der Stelle des alten Stadions mit den „Zwillingstürmen“ gebaut wird, wird 90.000 Zuschauern Sitzplätze bieten. Der Abbruch des alten Wembley-Stadions begann im Jahre 2002. Die Fertigstellung des neuen Stadions ist für 2006 geplant.

Das Gelände, auf dem das Wembley Stadion gebaut wird, ist leicht abschüssig und weist einen Unterschied von ca. 20 Höhenmetern auf. Um das Gelände an der unteren Seite (nordöstlicher und südöstlicher Quadrant) anzuheben, wurde eine Reihe von Betonstützwänden vorgeschlagen, die mit DYWIDAGDauerlitzen- Zugankern in Ortbetonblöcken („Toten Männern“) verankert werden.

Die Stützwände ruhen auf Reihen aneinandergrenzender Pfähle, wobei die Zuganker an vier verschiedenen Ebenen an der Wandoberfläche befestigt und zu den Ortbetonblöcken rückverankert wurden.

Der Installationsablauf der Zuganker sah vor, dass erst die Stahlbetonblöcke in offene Gräben einbetoniert werden, die im Londoner Lehmboden ausgehoben wurden. Anschließend wurde ein flacher Graben zwischen den „Toten Männern“ und der äußeren Stützwand ausgehoben und für die Zuganker planiert. Die Zuganker wurden dann mittels eines DYWIDAG-Abspulrades in die Gräben gelegt, danach wurden die Auflagerplatten und Ankerköpfe sowohl am passiven als auch am Spannende montiert, und anschließend nur auf eine geringe Initiallast gespannt. Nach dem Spannen wurden die Zuganker verpresst und die Gräben wieder aufgeschüttet.

Die Zuganker:

Die Zuganker wurden im Werk der DYWIDAG-Systems International Ltd. in Southam hergestellt, wobei die neuesten Herstell- und Coilsysteme zur Anwendung kamen.

Die DYWIDAG-Litzendaueranker wurden mit einer Kapazität von 1200 kN bis 4500 kN ausgeliefert. Gemäß Norm BS 8081 sind alle Zuganker doppelt korrosionsgeschützt und bestehen aus einzeln gefetteten und verrohrten 15,2 mm Dyform-Litzen, die alle von einer gemeinsamen gerippten äußeren Kunststoffhülle umgeben sind.

Das Detail für den Festanker und den Spannanker des Zugankers bestand aus einer Epoxy-beschichteten Stahlauflagerplatte mit einem Stahlübergangsrohr, das an die Unterseite der Platte angeschweißt wurde. Am Ende eines jeden Übergangsrohrs wurde eine Stahlverstärkung angebracht, um den Spreizkräften der Litzen (bedingt durch die Aufspreizung in den Ankerblöcken) entgegen zu wirken. Die Zuganker wurden beidseitig mit einer Standard-Keilverankerung abgeschlossen und mit einer mit Fett gefüllten Stahlschutzkappe versehen.

Einbau der aufgerollten Zuganker:

Einige der Zuganker waren über 48 m lang und wogen 1200 kg. Zum Einbau der Zuganker wurde ein DYWIDAG-Abspulrad verwendet. Das Abspulrad bestand aus einem großen Rad (Flanschdurchmesser = 2,6 m) mit einer verstellbaren Innennabe, um die verschiedenen aufgespulten Ankerlängen auszugleichen. Einer der Flansche war ausbaubar, damit ein neuer aufgespulter Zuganker eingehängt werden konnte.

Das Abspulrad mit einem aufgespulten Zuganker wurde dann mit einem DYWIDAG-Hubrahmen, der von einem Bagger abgehängt war, (senkrecht) aufgehoben und zum Einsatzort gebracht.

Der Zuganker wurde dann über dem planierten Graben positioniert und das passive Ende des Zugankers in einem Ortbetonblock verankert. Wenn der Zuganker sicher verankert war, fuhr der Bagger mit dem Abspulrad entlang des Grabens und spulte den Zuganker geradlinig ab. Die Abspulgeschwindigkeit des Zugankers wurde mittels einer Handbremse auf dem DYWIDAG-Hubrahmen sorgfältig kontrolliert.

Nach Einbau des Zugankers wurde die Auflagerplatte mit dem Übergangsrohr an beiden Enden angebracht und der Verankerungsblock aufgesetzt.

Der Zuganker wurde dann auf eine Initiallast gespannt um sicherzustellen, dass er gerade ist, und dann verpresst.

Die höchsten Stützwände befanden sich im nordöstlichen Quadranten, wo es vier Ankerebenen gab, die eine Wandhöhe von 12 m sicherten. Diese Zuganker wurden von einer weiteren Zugankerschicht gekreuzt, die die angrenzenden Seitenwände rückverankerten. Das Positionieren der Zuganker in diesen Bereich erforderte ein hohes Maß an Genauigkeit, da nach dem Zugankereinbau noch Pfähle gerammt wurden.

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