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Sicherung Pfeiler 70, A10 Tauernautobahn

Sicherung Pfeiler 70, A10 Tauernautobahn

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen der ASFINAG an der A10 Tauernautobahn wurde im Herbst 2009 mit der Generalsanierung des vor 30 Jahren errichteten Brückenbauwerks „Talübergang Larzenbach“ bei Hüttau zwischen den Anschlussstellen Bischofshofen und Eben begonnen.

Die geotechnischen Arbeiten am Brückenpfeiler 70, die aufgrund von Hangrutschungen erforderlich waren, wurden durch die PORR Technobau und Umwelt AG durchgeführt. Obwohl der Brückenpfeiler auf zwei 9 m tiefen Brunnen mit einem Durchmesser von je 5 m gründet, rutschte der Pfeiler im Laufe der vergangenen 30 Jahre mehrere Zentimeter talwärts. Um diese Rutschungen zu stoppen, wurden 10 doppelt korrosionsgeschützte DYWIDAG-Litzendaueranker mit 8 Litzen, St 1670/1860, _ 15,7 mm, mit nachspannbarem Ankerkopf eingebaut.

Bei der Ausführung der Bauarbeiten waren zwei besondere Herausforderungen zu bewältigen.

Da eine Rückverankerung der Kräfte aus dem Brückenpfeiler erst in grosser Tiefe möglich war, mussten doppelt korrosionsgeschützte DYWIDAG-Litzendaueranker mit einer Ankerlänge von etwa 80 m gefertigt werden. Bei dieser Länge beträgt das Gewicht eines nicht vorverpressten Ankers etwa 750 kg. Dieses hohe Gewicht eines einzelnen Ankers erschwert das Handling auf der Baustelle und beim Einbau. Erschwerend kommt hinzu, dass der Einbau in sehr steilem und schwer zugänglichem Gelände zu erfolgen hatte.

Aus diesen Gründen wurden die Anker auf speziellen Trommeln (je Anker eine Trommel) auf die Baustelle geliefert. Die Handhabung der kompakten Trommeln gestaltete sich auf der Baustelle sehr einfach und die Anker konnten trotz des steilen Geländes schnell an den Einbauort verbracht werden. Der Einbau der Anker wurde mit Hilfe einer speziell auf die Trommeln abgestimmten Druckluftbremse optimiert.

Nach dem Einbau der Anker und dem Vorsetzen eines Betonbalkens wurden alle Anker mit Kraftmessdosen zur Überwachung der Ankerkräfte versehen. Vor dem Festlegen aller weiteren Anker wurde eine Eignungsprüfung durchgeführt. Wegen der extrem lang bemessenen freien Länge des Ankers war ein Pressenweg von mehr als 350 mm zu erwarten. Der Hub einer einzelnen Presse reicht nicht aus, um die erforderliche Litzendehnung aufzubringen. Zudem erweist sich ein Nachgreifen bei jedem Lastzyklus als sehr aufwendig und nur schwer zu realisieren (erforderlicher Abstand Keilbiss).

Die DSI entschied sich deshalb, spezielle Fädelkörper einzusetzen, um zwei Pressen vom Typ Tensa 2600 kN über eine spezielle Verbindungsplatte hintereinander koppeln zu können. Auf diese Weise kann ein Dehnweg von bis zu 500 mm aufgebracht werden. In Verbindung mit einem von der DSI gestellten Seilzugmessgerät konnte der Aufwand zum Ablesen des Dehnweges minimiert und der Zeitbedarf der Eignungsprüfung auf ein wirtschaftliches Mass reduziert werden.

Die Arbeiten zur Sicherung des Brückenpfeilers wurden im November 2009 erfolgreich abgeschlossen.

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