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Beschleunigter Bau der Talbrücke Enzenstetten, Füssen

Beschleunigter Bau der Talbrücke Enzenstetten, Füssen

Als wichtiger Teil des europäischen Fernstraßennetzes durchquert die Bundesautobahn A7 Deutschland in Nord-Südrichtung. Von der dänischen Grenze bis zum Grenzübergang Füssen-Reutte nach Österreich kann man seit dem 1. September 2009 durchgehend auf der A7 fahren.

Denn zum endgültigen Lückenschluss der 962 km langen Autobahn fehlte noch ein 16,2 km langes Stück, ganz im Süden, kurz vor der Grenze zwischen Nesselwang und Füssen. In dieser landschaftlich sehr reizvollen Gegend des Allgäuer Voralpenlandes wurde viel Wert auf den Naturschutz sowie die optimale Einfügung der Autobahn in das Landschaftsbild gelegt. Dies erreichten die Planer durch Untertunnelung und Überbrücken von besonders schutzbedürftigen Naturgebieten.

So wird beispielsweise das Enzenstettener Brunnenmoos, ein wertvolles Biotop, durch die Führung der Autobahn über eine neu errichtete, 557,7 m lange Brücke geschützt. Dieses wenig tragfähige und setzungsempfindliche Quellmoor stellte eine besondere Herausforderung dar. Die Brücke sollte möglichst „leicht“ sein und wurde deshalb ursprünglich als Stahlkonstruktion geplant. Um den Bau und damit die von der örtlichen Bevölkerung lange ersehnte Entlastung vom Durchgangsverkehr zu beschleunigen, entschied man sich kurzfristig, die Brücke in Beton zu errichten. Hierzu waren aufwändigere Gründungen nötig, jedoch wog die erheblich kürzere Bauzeit diesen Mehraufwand auf. Die 6-feldrige Spannbetonhohlkastenbrücke mit Spannweiten von 55 m bis 120 m ruht nun auf vorgespannten, V-förmig gespreizten Stützenpaaren.

Eine konstruktive Problematik stellten die großen Stützweiten der Brücke im Verhältnis zu ihrer gewünschten, relativ geringen Höhe dar. Zudem sollte das unter der Brücke liegende Brunnenmoos nicht durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werden. Somit fiel die Wahl auf die Freivorbaumethode mit Vorschubgerüst, mit der beide Vorgaben optimal eingehalten werden konnten. Für jede Fahrtrichtung wurde ein ca. 15 m breiter, 3,5 m hoher, einzelliger Hohlkastenträger errichtet. DSI produzierte und lieferte aus ihrem nahen Werk in Königsbrunn bei Augsburg die für die umfassende Vorspannung des Brückenoberbaus notwendigen Längsspannglieder. Als interne Vorspannung wurden insgesamt 592 Spannglieder der Größen 12-0.62", 15-0.62" und 19-0.62" mit den dazugehörigen Plattenverankerungen in den Fahrbahn- und Bodenplatten verbaut und gespannt. Außerdem kam das externe Spannverfahren Draht-Ex mit 66 Spannstahldrähten zum Einsatz, welches als externes Spannglied 52 Mal im Hohlkasten geführt wurde. Die DSI-Leistungen umfassten auch den gesamten Einbau sowie das Spannen und Injizieren aller Spannglieder.

DSI ist stolz darauf, mit ihrem effizient zu montierenden Spannsystem zum schnellen Lückenschluss dieser wichtigen Verkehrsader beigetragen zu haben.

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