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Erste Spannbeton-Taktschiebebrücke in Kanada: Die Stoney Trail-Brücke über den Bow River

Erste Spannbeton-Taktschiebebrücke in Kanada: Die Stoney Trail-Brücke über den Bow River

Zur neuen Verkehrsverbindung zwischen dem Crowchild Trail, einer wichtigen Verkehrsader Calgarys, und der transkanadischen Autobahn im Nordwesten der Stadt gehört die Errichtung einer 476 m langen Brücke über den Bow River. Der Bauunternehmer bekam den Auftrag wegen des innovativen Alternativkonzeptes, bei dem das Taktschiebeverfahren zum Einsatz kommen sollte - das erste Brückenprojekt dieser Art in Kanada. Dieses Verfahren empfahl sich wegen der empfindlichen ökologischen Gegebenheiten des angrenzenden Bowness-Nationalparks. Von Spanngliedern über temporäre Verspannungselemente bis hin zu Schalungs- und Erdankern kamen hier verschiedene DYWIDAG-Systeme zum Einsatz.

Die Felder der Brücke haben die Abmessungen 85 m - 102m - 102m - 102m - 85 m; der konstante Radius beträgt 1.238 m. Ein Bauhilfspfeiler in jedem Feld diente dazu, die Spannweite für das Taktschieben auf 51 m zu verringern. Der Überbau setzt sich aus 19 Abschnitten von je 25 m Länge, 20,5 m Breite und 4,5 m Bauhöhe zusammen. Durch die gebogenen zweizelligen Kastenträger ergaben sich für den Bauunternehmer zahlreiche anspruchsvolle Problemstellungen in logistischer und technologischer Hinsicht. Zur Erfüllung der strengen technischen Anforderungen boten die kompakte Größe der DYWIDAG-Verankerungen sowie die Flexibilität der Ausrüstung und der einzelnen Komponenten entscheidende Vorteile.

Bei der Vorspannung wurden Querspannglieder in der Fahrbahnplatte, Spannglieder für den Endzustand sowie temporäre und permanente externe Spannglieder verwendet. Für die Quervorspannung kamen 88 t DYWIDAG-Litzenspannglieder 5 x 0,6" zum Einsatz. Aus Platzgründen wurde als passive Verankerung die DYWIDAG-Zwirbelverankerung verwendet. Die Vorspannung für den Endzustand erfolgte mit 260 t DYWIDAG-Litzenspanngliedern 15 x 0,6", die in Lisenen entlang des Kastenquerschnittes verankert sind. Bei der externer Vorspannung handelt es sich um 165 t DYWIDAG-Litzenspannglieder 12 x 0,6’’, die in HDPE-Verrohrungen geführt und mit Zementmörtel verpreßt sind. Während der Taktschiebephase wurden die externen Spannglieder entsprechend einer vorläufigen Spanngliedführung angeordnet. Nach Beendigung des Taktschiebevorgangs wurden sie entspannt und dem Verlauf der Biegemomente entsprechend in ihre endgültige Position gebracht. Um Korrosionsprobleme zu vermeiden, wurde auf die temporär engesetzten Litzen ein Schutzmittel aufgetragen.

Zu den größten Herausforderungen dieses Projekts gehörte die Realisierung eines Vorspannsystems, das sich problemlos ergänzen läßt, falls in Zukunft höhere Belastungsklassen vorgeschrieben werden sollten. Dazu dient eine speziell angepaßte Verankerungsplatte 12 x 0,6" in Verbindung mit der DYWIDAG MA-Verankerung 15 x 0,6" für die externen Spannglieder. Auf diese Weise lassen sich die 12 Litzen gegebenenfalls entfernen und durch 15 x 0,6"-Litzen ersetzen. Diese Lösung erschien dem Bauherrn besonders günstig, da es gelang, durch Umbau der Spannpressen die größere Verankerung trotz der beengten Platzverhältnisse einzusetzen.

Zur Aufnahme der während des Taktschiebevorgangs auftretenden Längskräfte mußten an den Bauhilfs- und den endgültigen Pfeilern sich diagonal überkreuzende Verspannungselemente in Längsrichtung angebracht werden. In jedem der 51m langen Felder wurden dafür 16 DYWIDAG-Litzenspannglieder 4 x 0,6" verwendet. Die Verankerung dieser Litzenspannglieder erfolgte mittels einer Übergangsplatte durch DYWIDAG-Stabspannglieder Ø 36 mm (St 835/1030, gr 150), die im Fundament des Pfeilers einbetoniert sind.

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