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DYWI<sup>®</sup> Drill Mikropfähle stabilisieren eingestürztes Viadukt an einer der wichtigsten Zugstrecken Irlands

DYWI® Drill Mikropfähle stabilisieren eingestürztes Viadukt an einer der wichtigsten Zugstrecken Irlands

Auf der Hauptstrecke für Züge zwischen Dublin und Belfast ereignete sich kürzlich ein Brückeneinsturz über der Flussmündung des Broad Meadow bei Malahide, nördlich von Dublin. Glücklicherweise stürzte die Brücke erst ein, nachdem ein vollbesetzter Nahverkehrszug die alte Steinbrücke passiert hatte.

Die 176 m lange Brücke wurde im Jahr 1844 zunächst als Holzbrücke erbaut und im Jahre 1860 durch eine Brücke mit gemauerten Pfeilern und schmiedeeisernen Brückendecksegmenten ersetzt. 1966 wurden statt dieser Segmente dann vorgespannte Betonsegmente eingesetzt.

Am 21. August 2009 brach einer der Pfeiler auf Grund von starker Unterspülung an seiner Unterseite ein und riss ein 20 m langes Stück des Brückendecks mit sich. Starke Regenfälle hatten zu einem hohen Wasserstand in der Flussmündung geführt. Die Erosion, die zum Einsturz führte, entstand durch einen kleinen Durchbruch im Felsdamm. Die Lücke vergrößerte sich in der Nähe des Pfeilers schnell und führte zu einer Unterspülung des Brückenfundaments.

Zur Behebung des Problems wurden Kernbohrungen durch die ursprünglichen Steinpfeiler durchgeführt und 5-6 m lange Hüllrohre mit 168 mm Durchmesser in den Fels gebohrt. Der Schlamm unterhalb der Steinpfeiler wurde sofort im Anschluss mit Zement injiziert, um sicherzustellen, dass das Bohrloch bis in den tragenden Grund unterhalb des Dammsockels versiegelt wurde.

Danach wurden insgesamt 192 DYWI® Drill Mikropfähle des Typs R51N mit bis zu 18 m Länge durch die permanenten Hüllrohre geschoben und in dichten Kies gebohrt, um die ursprünglichen Steinpfeiler zu stützen.

An den beiden Pfeilern, die direkt an die Einbruchstelle angrenzten, wurden 14 DYWI® Drill Hohlstabanker des Typs T76N in Längen von 22 m von der Höhe der Gleise aus vertikal bis in Tiefen von 22 m installiert, um Gebrauchslasten von bis zu 600 kN zu erreichen.

Alle 11 Pfeiler und die Widerlager an beiden Seiten des Viadukts wurden mit DYWI® Drill Mikropfählen des Typs R51N mit Hartmetall- Bohrkronen mit 100 mm Durchmesser verstärkt. Die Bohr- und Injektionsarbeiten wurden in einem Arbeitsgang durchgeführt, um zu gewährleisten, dass der Kies in der Nähe der Bohrlöcher vollkommen mit Zement durchdrungen war und lose Böden zusätzlich stabilisiert wurden.

Der DYWI® Drill Hohlstabanker erwies sich als ideale Lösung für die Arbeit in losen, kiesigen Böden unterhalb der Pfeilerfundamente. Die Mikropfähle sind nur bei Kompression aktiv und wurden in ein 6 m langes Hüllrohr einbetoniert, das wiederum in den gebohrten Sockel des Pfeilers einbetoniert wurde.

Auf Grund der beschränkten lichten Höhe unterhalb des Brückendecks wurden für die Durchführung der Arbeiten speziell modifizierte Bohrgeräte mit verkürzten Bohrmasten eingesetzt.

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