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Effektive Auftriebssicherung mit <i>GEWI</i><sup>®</sup>-Pfählen am Sluiskil-Tunnel

Effektive Auftriebssicherung mit GEWI®-Pfählen am Sluiskil-Tunnel

Die bestehende Drehbrücke bei Sluiskil im Süd-Westen der Niederlande ist eines der größten Nadelöhre entlang des Kanals von Ghent nach Terneuzen. Da die Brücke sehr oft für den Schiffsverkehr geöffnet werden muss, kann sie täglich nur fünf Stunden durch den Straßenverkehr genutzt werden.

Um die Verkehrssituation auf der Straße zu verbessern, wurde im Oktober 2011 mit den Arbeiten am neuen Sluiskil Tunnel begonnen. Der Tunnel verläuft unterhalb des Kanals und ermöglicht eine Umfahrung der Drehbrücke. Der Doppelröhrentunnel mit einer Gesamtlänge von 1.330 m inklusive Anschlussrampen wird mit einer Tunnelbohr - maschine (TBM) aufgefahren. Die beiden rund 1.150 m langen Tunnel, Durchmesser je 11 m, werden nach ihrer Fertigstellung jeweils zwei Fahrspuren aufnehmen. An ihrem tiefsten Punkt liegen die Röhren mehr als 30 m unter dem Meeresspiegel.

Die Ein- und Ausfahrtrampen für den Tunnel werden in Baugruben mit einer Tiefe von bis zu 15 m erstellt, die gleichzeitig auch als Start- und Zielschacht für die TBM dienen. Für die Herstellung der wasserdichten Baugruben war der Einbau einer Dichtsohle erforderlich. Die Unterwasserbetonsohlen mussten wegen des hohen Wasserdrucks zusätzlich gegen Auftrieb gesichert werden. DSI produzierte und lieferte dafür insgesamt 999 GEWI® -Pfähle mit Ankerplatten in durchschnittlichen Längen von 25,3 m und Ø 63,5 mm. Die Installationsarbeiten wurden von einem Subunternehmer ausgeführt – der Arbeitsgemeinschaft aus BAM Speciale Technieken und Voorbij Funderingstechniek, den Gründungsspezialisten von BAM Civiel und TBI Mobilis.

Da unterhalb der Baugruben eine quellende Lehmschicht ansteht, die sowohl während der Aushubarbeiten als auch danach ihr Volumen veränderte, wurden die GEWI® -Pfähle mit speziellen Hüllrohren versehen, um den Einfluss der durch das Aufquellen entstehenden Lasten zu minimieren.

Die Spezialhüllrohre verhinderten ein Absetzen des Lehms an den GEWI® -Pfählen, so dass die Ein- und Ausfahrtrampen für den Sluiskil-Tunnel wirtschaftlich und schnell erstellt werden konnten.

Zudem lieferte DSI zur Rückverankerung der Spundwände 279 temporäre DYWIDAG-Litzenanker in Längen von 36 m sowie 29 ausbaubare DYWIDAG-Stabanker, 47 WR in Längen von 56 m.

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