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DYWIDAG-Vorspannsysteme sichern Nord-Süd-Verkehr in Laos

DYWIDAG-Vorspannsysteme sichern Nord-Süd-Verkehr in Laos

Pünktlich zu Beginn der Südostasiatischen Spiele 2009, dem wichtigsten öffentlichen Ereignis für Laos im Jahr 2009, wurde in Laos die neue Hinheup-Brücke eingeweiht. Die neue Brücke quert den Fluss Nam Lik und ist die wichtigste Verbindung auf der Nationalstraße Nr.13, die den Verkehr von Nord nach Süd durch die Hauptstadt Vientiane leitet. Die Nationalstraße Nr.13 ist die wichtigste Fernstraße in Laos und verbindet Kambodscha mit China.

Die alte 145 m lange und 5 m breite Bailey-Brücke aus dem Jahr 1915 konnte jeweils nur in einer Richtung befahren werden. Die alte Stahlbrücke wurde zudem in der Vergangenheit bereits drei Mal stark beschädigt – zuletzt im Jahr 1981, als eine riesige Flutwelle den Überbau der Brücke mit sich riss. Seitdem war die alte Brücke zunehmend verfallen, bis sie für die Menschen, die sie überquerten, schliesslich lebensgefährlich wurde. Man konnte eine Durchbiegung und ein Wippen der Brücke sehen, wenn schwere Fahrzeuge sie benutzten. Während der Bauarbeiten der neuen Brücke brach sogar ein 2 m langes Stück am Südende der alten Brücke ein, als ein schwer mit Holz beladener Lastwagen diese überquerte.

Der Neubau wurde von der japanischen Regierung durch die Internationale Japanische Kooperationsagentur (JICA) gefördert, da die Brücke eine wichtige Transitverbindung zwischen den Provinzen und den Nachbarländern darstellt. Sie verbessert die Infrastruktur in der Provinz und soll die Armut in der Region verringern.

Gemäss einer Machbarkeitsstudie der JICA wurde die Brücke im Taktschiebeverfahren gebaut, um so den Anforderungen in Bezug auf die Kapazität und Länge der Brücke sowie auf die hydrologische Struktur des Nam Lik-Flusses gerecht zu werden. Utracon Overseas Pte Ltd, eine Beteiligung der Utracon Structural Systems Pte Ltd in Singapur, wurde mit der Durchführung des Taktschiebeverfahrens, der Spannarbeiten und anderen Spezialarbeiten für den Überbau der Brücke beauftragt. Utracon hat bereits zu mehreren von Japan unterstützen Projekten in Asien erfolgreich beigetragen.

Zusammen mit dem Generalunternehmer führte Utracon die Bauarbeiten gemäss den strengen Richtlinien der JICA in Bezug auf Umweltfreundlichkeit und Sozialverträglichkeit durch. Die Natur in Hinheup wie der umgebende Regenwald, die Berglandschaft, der Fluss und die riesigen übereinandergeschichteten Findlinge wurden sorgfältig geschützt, und die Bauarbeiten wurden auf engstem Raum durchgeführt.

Die neue Brücke ist 195 m lang und besteht aus 19 Hohlkastenträgersegmenten in Längen von 7,65 m bis 11,50 m, die sequentiell betoniert wurden. Das Brückendeck ist 10,54 m breit und 2,80 m hoch. Die Vorspannarbeiten in den Hohlkastenträgern wurden mit DYWIDAG-Vorspannsystemen durchgeführt. Für die Längsvorspannung der gesamten Brücke wurden DYWIDAG Litzenspannglieder, Typ 12x0.6" verwendet. Utracon lieferte einen Grossteil der Vorspanngeräte und führte die gesamten Spannarbeiten durch. Die Taktschiebearbeiten wurden mit Hilfe eines 32 m langen Taktschiebegerüstes mit zwei Spannpressen mit einer Zugkraft von je 480 t durchgeführt. Dank technischer Expertise, neuen Equipments, ausgefeilter Logistik und erfahrener Mitarbeiter konnte der Bautakt von 11 Tagen pro Segment erfolgreich eingehalten werden.

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