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Moderne Technik und Tradition: Extradosed-Brücke in Japan

Moderne Technik und Tradition: Extradosed-Brücke in Japan

Die Sannai-Maruyama-Überführung ist eine Brücke für den japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen. Sie führt über die Umgehungsstraße der Stadt Aomori an der Nordspitze von Honshu, der Hauptinsel Japans. Die Brücke ist Teil der längsten Hochgeschwindigkeitsstrecke in Japan, der Tohoku- Shinkansen-Linie. Die Strecke verbindet Tokio mit der nördlich gelegenen Stadt Hachinoe und wird zurzeit ausgebaut.

Die Brücke liegt direkt neben Sannai- Maruyama, einer ca. 4.000-5.500 Jahre alten historischen Siedlung aus der Jomon-Periode. Sannai-Maruyama ist eine der größten denkmalgeschützten historischen Siedlungen in Japan. Da sich die Brücke harmonisch in ihre Umgebung einfügen musste, entschied man sich für eine vierfeldrige extradosed-Brücke. Mit einer Gesamtlänge von 450 m und einer Hauptspannweite von 150 m wird diese Brücke längere Spannweiten haben als alle anderen Brücken auf Hochgeschwindigkeitsstrecken in Japan.

Ein besonderes Merkmal der Brücke sind die Umlenksättel im Pylon. Die Litzen werden hier in einem gekrümmten Stahlrohr umgelenkt. Vor Baubeginn wurden hierzu Belastungs - prüfungen an einem Modell in Originalgröße erfolgreich durchgeführt.

Der DSI-Lizenznehmer in Japan, Sumitomo, lieferte für das Projekt 66 Parallellitzenbündel vom Typ XD-E 27, bestehend aus 27 epoxidbeschichteten Spannstahllitzen in einem HDPE-Rohr, das mit Zementmörtel verpresst wurde.

Die Bauarbeiten an der neuen Brücke wurden im Dezember 2008 abgeschlossen. Die Teilstrecke der Tohoku-Shinkansen-Linie zwischen Hachinohe und Shin-Aomori wird im Dezember 2010 in Betrieb genommen. Durch den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke wird Tokio in Zukunft mit den sechs Präfektur- Hauptstädten von Tohoku, einer Region im Nord-Osten Japans, verbunden sein.

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