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DYWIDAG-Litzenanker sichern historische Königliche Schiffswerften Rosyth und Devonport

DYWIDAG-Litzenanker sichern historische Königliche Schiffswerften Rosyth und Devonport

Mehrere Trockendocks historischer Schiffswerften werden z.Zt. im Rahmen eines staatlichen Subventionsprogrammes instandgesetzt. Diese sollen u.a. als Reservedocks für Atom-U-Boote der britischen Marine verwendet werden. So auch bei der 1691 von Wilhelm von Oranien in Auftrag gegebenen königlichen Schiffswerft Devonport in Cornwall und der 1916 eröffneten schottischen Schiffswerft Rosyth, bei denen die Seitenmauern der Trockendocks mittels DYWIDAG-Felsanker ertüchtigt wurden, um den heutigen Anforderungen hinsichtlich Erdbebensicherheit zu entsprechen.

Die zum Trockendock umfunktionierte Schleuse von Rosyth ist 259 m lang, 34 m breit und 20 m tief und liegt auf einer aus Dolerit bestehenden Insel in der Bucht Dhu Crag. Zum Bau der Schleuse wurde ein Kanal durch die Felsinsel gesprengt und das bei den Sprengungen anfallende Gestein als Zuschlag im unbewehrten Beton der Schleusenmauern verwendet.

Zur Ertüchtigung der Schleusenmauern bot sich ein System mit Felsankern an, mit denen die vorhandenen unbewehrten Betonmauern im Gebirge verankert werden sollten, um bei seismischer Belastung ein Abrutschen und Einstürzen zu verhindern. 1024 DYWIDAG-Litzenanker 15 x 0,6" (DYFORM-Litze) mit einer Bruchlast von 4.500 kN kamen zum Einsatz. Die maximale Länge der Anker beträgt 31,5 m bei einer Verbundlänge von 6 m. Zusätzlich wurden 222 DYWIDAG-Litzenanker 3 x 0,6" eingebaut. Alle Anker wurden in einer Feldfabrik vorgefertigt, doppelt korrosionsgeschützt und in der Verbundlänge vorverpreßt. Das Spannen erfolgte mit DYWIDAG-Spannpressen HOZ 4000/250 mit Hydraulikaggregaten Typ R 11.2.

Das Dock Nr. 10 in Devonport ist 254 m lang, 43 m breit und 15 m tief. Erbaut wurde es aus Granitblöcken, die direkt auf dem natürlichen Fels aufliegen. Die Untersuchung hinsichtlich Erdbebensicherheit hatte ergeben, daß die westliche Mauer den Belastungen eines Erdbebens nicht standhalten würde und deshalb verstärkt werden mußte.

Entlang der Westwand des Docks wurde ein Graben ausgehoben und ein Balken mit einem Querschnitt von 1,5 m x 1,5 m betoniert. Auf der ganzen Länge des Balkens wurden in Abständen von jeweils 1m vertikale Bohrungen Ø 250 mm eingebracht. In diese bis zu 65 m tiefen Bohrungen wurden die DYWIDAG-Anker eingebaut und vorgespannt. Die Verankerung der Dockmauer erfolgte hierdurch direkt tief im Gebirge. Die 147 DYWIDAG-Litzenanker 21 x 0,6" (DYFORM-Litze) ertragen eine Bruchlast von jeweils 6.300 kN.

Der Bauherr verlangte Anker von besonders hoher Qualität, vor deren Zulassung strenge Anforderungen zu erfüllen waren. Eine umfassende Güteprüfung im Maßstab 1:1 („gun-barrel test“) war nötig, um die Wirksamkeit von Verbund und Korrosionsschutz unter Beweis zu stellen.

Da die Anker äußerst lang und sperrig sind, mußten spezielle Handhabungsmethoden entwickelt werden, um sie montieren zu können, die Verbundlängen von 8 m im Werk vorzupressen, die freie Länge aufzurollen und die Anker zu transportieren. Die Aufgabe, 65 m lange Anker anzuheben und einzubauen, ließ sich mittels eines speziell konstruierten Umlenkrades in Verbindung mit einem hohen Auslegerkran und einer Winde lösen.

Das Spannen der Anker erfolgte durch DSI UK unter Verwendung von aus den USA eingeführten DYWIDAG-500-Tonnen- Spannpressen mit 400 mm Hub und Hydraulikaggregaten von DSI München. Diese Kombination erwies sich als besonders wirksam und gut praktikabel.

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