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Rotterdam, Niederlande: DYWIDAG-Litzenanker sichern Europas größten Hafen

Rotterdam, Niederlande: DYWIDAG-Litzenanker sichern Europas größten Hafen

Mit einer Fläche von 105 km² ist der Hafen von Rotterdam, Niederlande, der größte Hafen Europas. Der Hafen besteht aus mehreren Hafengebieten, die sich vom Zentrum der Stadt Rotterdam über insgesamt 40 km bis hin zur Nordsee erstrecken.

Um die führende Position des Hafens auch zukünftig sicherzustellen, finden seit September 2008 Arbeiten am so genannten Maasvlakte 2 statt. Dabei handelt es sich um die westliche Erweiterung des Hafens in der Nordsee, die durch Landgewinnung in Form von Sandaufschüttung entsteht. Damit der Hafen als einziger europäischer Hafen auch große Containerschiffe der neuesten Generation abwickeln kann, wird in dem neuen Terminal auch ein 1,15 km langer Tiefsee-Kai mit Wassertiefen von bis zu 20 m gebaut.

Die Stirnseite der neuen Kaimauer für den Tiefseehafen wurde mit Stahlpfählen mit 1,2 m Durchmesser und mit Spundbohlen als so genannte Kombi-Spundwand errichtet. Auf der Spundwand wird ein massiver, 3,25 x 7 m großer Betonträger angebracht.

DSI trug zur Planung der Spundwand bei und lieferte und installierte die für die horizontale Rückverankerung der Kaimauer benötigten DYWIDAG-Litzenanker. Die DYWIDAG-Litzenanker ohne Verbund bestehen aus 20 gewachsten und HDPE-ummantelten Litzen, 0.62" und haben jeweils zwei MA 6822-Verankerungen mit Wendel und Abdeckungen zum Schutz vor Meereswasser.

Innerhalb des Betonträgers der Kaimauer sind die HDPE-Trompeten der DYWIDAG-Litzenspannglieder mit einem HDPE-Hüllrohr, Ø 140 mm, verbunden. Im Übergang von der Verbundlänge zur freien Länge werden die HDPE-Hüllrohre durch zusätzliche HDPE-Rohre mit 160 mm Durchmesser geschützt. Speziell gebogene Umlenksättel verhindern ein zu starkes Durchbiegen und eine Beschädigung der Litzenspannglieder bei eventuellen Bodensetzungen des aufgeschütteten Sands hinter der Stirnseite der Mauer.

Insgesamt wurden in der 1,15 km langen Tiefsee-Kaimauer 360 Litzenspannglieder in Abständen von 3,1 m zueinander installiert. Dabei sind die DYWIDAG-Litzenanker je nach Bodenqualität zwischen 40 und 45 m lang. Die Anker wurden in zwei Schritten auf 50% und 100% ihrer Spannkraft vorgespannt und anschließend mit Zementmörtel injiziert.

Die horizontalen Litzenanker erwiesen sich auf Grund ihrer Flexibilität, ihrer einfachen Handhabung und ihrer Langlebigkeit als optimale Lösung für die Kaimauer des neuen Container-Terminals. Zudem können die Spannglieder in ihrer Länge an die Bedingungen vor Ort angepasst und auf genau definierte Kräfte vorgespannt werden. Auch im Falle einer Verformung der Kaimauer können die DYWIDAG-Litzenanker nachgespannt werden.

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