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DYWIDAG-Litzenanker sichern größte Straßenbaustelle Baden-Württembergs

DYWIDAG-Litzenanker sichern größte Straßenbaustelle Baden-Württembergs

Seit Frühling 2008 laufen in Schwäbisch Gmünd bei Stuttgart die Bauarbeiten für ein Projekt, das als teuerste und größte Straßenbaustelle des Bundeslandes Baden-Württemberg gilt: die 4,1 km lange Ortsumfahrung Schwäbisch Gmünd mit Gesamtkosten von rund 230 Millionen Euro.

Seit vielen Jahren ist die Bundesstrasse B29, die durch das Zentrum der Stadt Schwäbisch Gmünd führt und eine wichtige Verbindung zwischen Stuttgart und der A7 bei Aalen darstellt, als Engpass bekannt. Pro Tag nutzen ca. 35.000 Fahrzeuge die Bundesstrasse, was regelmässig zu Staus führt und eine ständige Belastung für die Bewohner darstellt. Die neue Ortsumfahrung der B29 wird auf insgesamt 2.230 m Länge unter die Stadt verlegt. Der Tunnel selbst wird teilweise in bergmännischer Bauweise und teilweise in offener Bauweise realisiert. Die Tunnelröhren werden in drei Schichten von oben nach unten ausgeführt.

Der westliche Teil des Abschnitts wird als wasserdichtes Trogbauwerk mit einer bis zu 2,80 m dicken Sohlplatte gebaut. Der wasserdichte Verbau wird als rückverankerte überschnittene Bohrpfahlwand hergestellt, deren Gründung mit Grossbohrpfählen erfolgt. An dieses Trogbauwerk schliesst sich direkt ein Tunnelbauwerk in offener Bauweise an.

Die Arbeiten im östlichen Abschnitt gestalteten sich durch die Nähe zum Fluss Rems besonders aufwändig. Vor der Einleitung in den Fluss musste das gesamte, aus der Baugrube geförderte Wasser in einer eigens aufgestellten Aufbereitungsanlage gereinigt werden. Zur Stabilisierung waren ausserdem Stützwände für die Rems nötig.

DSI lieferte für die Sicherung der Baugruben 1.362 DYWIDAG-Litzenanker. Bei 113 dieser Anker handelte es sich um DYWIDAG-Dauerlitzenanker mit je 4, 5 oder 7 Litzen. Zudem kamen 1.249 DYWIDAG-Temporäranker mit erweiterter Einsatzdauer mit 2 bis 7 Litzen zum Einsatz. Bei diesen so genannten Semipermanentankern handelt es sich um einen Sondertyp, der für eine verlängerte temporäre Einsatzdauer von bis zu 4 Jahren entwickelt wurde. Im Gegensatz zu Dauerlitzenankern, die einen doppelten Korrosionsschutz aufweisen, werden bei Temporärankern die der Korrosion ausgesetzten Teile des Ankers so ausgebildet, dass sie den höheren Anforderungen in Bezug auf die Einsatzdauer entsprechen.

Die Fertigstellung der Ortsumfahrung ist für 2012 geplant – rechtzeitig zur Gestaltung des Geländes für die Landesgartenschau, die 2014 in Schwäbisch Gmünd stattfinden wird.

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