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New Yorker Tempo fördert kreative Baumethoden

New Yorker Tempo fördert kreative Baumethoden

Der Bedarf an hochwertigem Wohnraum ist in New York City nach wie vor sehr hoch. Der extrem knappe und teure verfügbare Bauraum führt dazu, daß Bauherren die nicht ausgenutzten Hochbaurechte, sogenannte »Air Rights«, der Nachbargrundstücke erwerben. Damit haben die Investoren die Möglichkeit, die Nutzfläche ihrer Neubauten zu maximieren.

Auch für das neue Wohn- und Geschäftshaus in der 23. Straße / 3. Avenue wurden Air Rights der angrenzenden Grundstücke im Norden und Westen erworben. Das 21-stöckige Gebäude bietet somit auf einer Gesamtfläche von 27.000 m² Raum für 304 Apartments sowie zahlreiche Geschäfte und ein privates Fitness-Center. Um die Hochbaurechte entsprechend auszunutzen, wurden die benachbarten Gebäude freitragend überbaut. Die Bodenplatte des 6. Stockwerks ragt über das bestehende Gebäude im Norden und die Bodenplatte des 16. Stockwerks über das im Westen.

Die Konstruktionsweise des Gebäudes erlaubt in den normalen Stockwerken 200 mm flache, bewehrte Bodenplatten. Die Sicherung der freitragenden Bodenplatten erforderte jedoch ein innovatives System. Da in New York das Motto »time is money« besonders stark gelebt wird, musste die strikte Einhaltung des Bauplans unbedingt berücksichtigt werden. In New York bedeutet das in der Regel die Fertigstellung eines Stockwerks innerhalb von zwei Tagen.  

Die ausgewählte Stützmethode besteht aus einer Kombination von diagonalen Säulen und Vorspannsystem. Die im steilen Winkel von 48° verankerten Betonsäulen leiten die Vertikallast der freitragenden Bodenplatte auf die Umfassungsmauern des Gebäudes ab. Die horizontale Zugkraft dieser schrägen Stützsäulen wird wiederum durch ein in die freitragenden Bodenplatten eingebautes Vorspannsystem kompensiert.

Pro Stützsäule wurden für die Aufnahme der Axiallasten bis zu sieben hochfeste DYWIDAG-Gewindestäbe mit 35 mm Durchmesser mittig in der freitragenden Bodenplatte installiert.

Sie wurden anschließend sofort komplett vorgespannt, bevor mit dem Bau weiterer Stockwerke begonnen wurde. Die Horizontalkräfte der DYWIDAG-Stabspannglieder werden durch die Bodenplatte zu den Wandscheiben des zweiten inneren Erkers des Gebäudes geleitet, die ca. 22 m von den Stützsäulen entfernt liegen.

Sowohl Bauherr als auch Generalunternehmer äußerten ursprünglich wegen des engen Zeitrahmens Bedenken bezüglich der Verwendung des Vorspannsystems. Sie befürchteten wegen der speziellen Materialien und der zusätzlichen Geräte wie Spannpressen und Mörtelpumpen erhöhten Zeitbedarf für die Unterweisung der Bauarbeiter. DSI USA versicherte daher allen Beteiligten bestmögliche Unterstützung. So lieferte DSI USA die DYWIDAG-Stabspannglieder bereits vorgefertigt mit dem benötigten Zubehör und Equipment zum vorher genau festgelegten Zeitpunkt »just-in-time« auf die Baustelle. Weiterhin waren Mitarbeiter von DSI USA auf der Baustelle, um diese beim Einbau, Spannen und Verpressen der Gewindestäbe zu unterstützen.

Die exzellente Koordination ermöglichte es dem Generalunternehmer, die Bauzeit für die freitragenden Bodenplatten auf ein Minimum zu reduzieren. Damit konnte die geplante Gesamtbauzeit zur vollen Zufriedenheit des Bauherrn problemlos eingehalten werden.

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