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<i>GEWI</i><sup>®</sup>-Horizontalanker sichern Spundwände für Kaimauer, Deutschland

GEWI®-Horizontalanker sichern Spundwände für Kaimauer, Deutschland

Verlagerung und Erweiterung der Liegestelle 60 im Hafen von Rostock, Deutschland

Der Seehafen Rostock ist der einzige Universalhafen an der deutschen Ostseeküste. In den letzten Jahren konnte insbesondere beim Frachtumschlag ein rasantes Wachstum verzeichnet werden. Für weitere Umsatzsteigerungen wurde eine Erhöhung der Kapazitäten notwendig. Daher wurde der Liegeplatz 60 für die dauerhafte Abwicklung größerer Schiffseinheiten, insbesondere RoRo-Schiffe (Roll on Roll off), ausgebaut. Um gleichzeitig auch den nördlichen Liegeplatz 61 zu verlängern, wurde die Anlegestelle am Liegeplatz 60 um 80 m nach Süden verlegt. Hierzu war eine Verlängerung des Kaibauwerks um 60 m nötig.

Die besondere Herausforderung dieses Kaiverlängerungsprojektes war die Nähe zum erschütterungssensiblen Warnowtunnel. Um eine Abgrenzung des Liegeplatzes in Richtung des südlich liegenden Tunnels zu erreichen, wurde die Kaiverlängerung nach ca. 40 m in westlicher Richtung um 26 m aufgeweitet. Auf Anraten des beteiligten Ingenieurbüros Inros-Lackner AG wurde landseitig ein Ausfahrbereich angelegt, der trapezförmig nach Süden reicht.

Beim Verankern der für die Kaimauer vorgesehenen Spundwände musste sichergestellt sein, dass die Tunneldecke des nahen Warnowtunnels nicht durch Erschütterungen aus schweren Rammungen gefährdet wird. Ausgeschrieben war eine Ufereinfassung in Form einer gemischten Spundwand, die mit Verpresspfählen verankert werden sollte. Zur Ausführung kam jedoch ein Sondervorschlag, bei dem die Spundwand mit Horizontalankern aus GEWI®-Stahl gesichert wurde.

Um die Tunneldecke des an das Areal grenzenden Warnowtunnels nicht durch Erschütterungen auf Grund der durchzuführenden Rammarbeiten zu gefährden, wurden vor dem Setzen der Spundwände in der gesamten Spundwandachse Bodenaustauchbohrungen vorgenommen. Anschließend wurden die Trag- und Füllbohlen erschütterungsarm einvibriert. Parallel zu den Nassbaggerarbeiten wurde mit der Montage der Gurtung UU400 begonnen. Hierzu wählte die bauausführende ARGE aufgrund der von DSI zugesicherten, kurzen Lieferzeit 78 Gurtbolzen aus GEWI®-Stahl Ø 63,5 mm, die in die Tragbohlen auf Neigung eingeschweißt wurden. Nach der Teilverfüllung konnten die Ankerwände gesetzt werden, die zur Verankerung der Kaiwände mit Horizontalankern dienen.

DSI lieferte hierzu GEWI®-Horizontalanker Ø 63,5 mm in Abschnitten von ca. 10-15 m just-in-time auf die Baustelle. Hier wurden die Anker mit Hilfe der bekannten GEWI®-Kupplungen sehr einfach auf die erforderlichen Längen von 20-40 m montiert und in zwei Bauabschnitten horizontal eingebaut. Die Kugellagerungen der Ankerköpfe ermöglichten eine exakte Einstellung der Ankerneigungen zwischen 3-5°. Dadurch konnten Bewegungen der Wand, die durch die abschließenden Verfüllarbeiten verursacht wurden, problemlos aufgenommen werden. Insgesamt sichern nun 46 GEWI®-Horizontalanker die Spundwände der verlängerten Kaimauer am Liegeplatz 60.

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