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Energie aus den Bergen – das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II in Kärnten

Energie aus den Bergen – das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II in Kärnten

Die verstärkte Nutzung der Windenergie in Europa erfordert Kraftwerke, die die Erzeugungsschwankungen von Windkraftanlagen kompensieren bzw. überschüssige Energie speichern und bei Bedarf kurzfristig zur Verfügung stellen. Der Bau des Pumpspeicherkraftwerks Reißeck II (PSKW Reißeck II) ist ein gutes Beispiel für eine zukunftsorientierte Anpassung der Stromversorgung an die gestiegenen Anforderungen des Marktes.

Das PSKW Reißeck II wird die Kraftwerksgruppen Reißeck/Kreuzeck und Malta in Oberkärnten durch einen unterirdischen und mehr als 5 km langen Triebwasserweg verbinden. Es ermöglicht durch zwei moderne Pumpturbinensätze eine effizientere Nutzung der bestehenden Anlagen. Die Pumpturbinen liegen in einer vollständig unterirdischen Kavernenkraftstation und können sowohl zur Stromspeicherung als auch zur Stromproduktion verwendet werden. Somit leistet die Anlage einen erheblichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Region.

Das seit 2010 im Bau befindliche Kraftwerk wird voraussichtlich 2014 in Betrieb gehen und eine Leistung von 430 MW haben. Die Kavernenstation wird im Inneren des Gebirgszuges Reißeck/Kreuzeck im Mühldorfer Graben auf einer Höhe von 1.600 m erbaut. Der zukünftige Betrieb des PSKW Reißeck II erfolgt vollautomatisch, ferngesteuert und fernüberwacht.

Die Arbeiten umfassen im Wesentlichen folgende Maßnahmen:

  • Eine 4.993 m lange, oberwasserseitige Triebwasserführung mit mehreren Stollen, einem Ein- und Auslaufbauwerk sowie einem Druckschacht
  • Die Kavernenkraftstation Burgstall
  • Eine rund 0,3 km lange, unterwasserseitige Triebwasserführung mit einem Unterwasserstollen sowie einem Anschlussstück an den Triebwasserweg des Kraftwerkes Malta

Der größte Teil des Projekts liegt im Zentralgneiskern der Glocknerdecke, die überwiegend hohe Gesteinsfestigkeiten sowie eine hohe Abrasivität aufweist. Der Vortrieb des oberwasserseitigen Druckstollens erfolgt mit einer Hartgesteins-Tunnelbohrmaschine mit einem nominalen Fräsdurchmesser von 7,03 m. Alle Vortriebsarbeiten an den Kavernen und Zugangsstollen werden im konventionellen Sprengvortrieb durchgeführt.

DSI Österreich, der führende Systemlieferant von Ausbau- und Sicherungssystemen für den Tunnelbau, produzierte und lieferte für dieses wichtige Projekt ein breites Produktprogramm an Stützmitteln, das bei den verschiedenen Kavernenbauwerken und Tunnelvortrieben sowie bei der Sicherung der Tunnelportale zum Einsatz kam.

Unter anderem lieferte DSI Österreich PANTEX Gitterträger, OMEGA-BOLT® Reibrohrexpansionsanker, DYWI® Drill-Hohlstabanker, SN-Anker, DYWIDAG-Litzenanker, GEWI®-Anker und Selbstbohrspieße.

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