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DYWIDAG-Spannsysteme sichern zentrale Autobahnbrücke

DYWIDAG-Spannsysteme sichern zentrale Autobahnbrücke

Das Bauwerk Nr. 127,2, besser bekannt als »Driscoll-Brücke«, führt den Garden State Parkway in New Jersey über den Fluss Raritan. Diese Strecke ist eine der wichtigsten Adern für den Verkehr von New York und New Jersey in Richtung Süden.

Die beiden separaten Bauwerke dieser 1952 gebauten Brücke bestehen aus Betonstahlpfeilern und Betonstraßendecks, die auf hohen Stahlbalken ruhen. Getragen werden die beiden mehrfach erweiterten, inzwischen fast 21 m breiten Brückendecks von stählernen Überbauten mit nur zwei längs laufenden Trägern. Diese sind mit zahlreichen Querdeckenträgern, Abdichtungen und Queraussteifungen verstärkt. Die Autobahnbehörde von New Jersey (New Jersey Highway Authority) als Eigentümer der Brücke beschloss 2006, diese für einen reibungslosen Verkehrsfluss auf dem Garden State Parkway so bedeutende Brücke komplett zu überholen. Die Arbeiten umfassten unter anderem die komplette Erneuerung des Straßenbelages, die Reparatur besonders abgenutzter Stahlteile sowie den Austausch diverser Widerlager, Längsbalken, Abdichtungen und Hauptquerträger.

Aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens sowie zunehmend höherer Geschwindigkeiten war zudem eine erneute Verstärkung der Querdeckenträger nötig. Mit der Planung, Lieferung und Installation wurde für dieses Projekt DSI USA beauftragt. Die notwendige Verstärkung zur Aufnahme der zusätzlichen Verkehrslasten gewährleisten nun die neu eingebauten DYWIDAG-Litzenspannglieder. Sie werden an beiden Enden durch eine speziell für das Projekt entwickelte DYWIDAG-Verankerung mit dem vorhandenen Querdeckenträger verbunden und laufen jeweils über einen zentralen Umlenksattel. Die daraus resultierende Exzentrizität erzeugt das durch die gestiegene Belastung zusätzlich erforderte Vorspannmoment.

Das wegen seiner hohen Qualität und Zuverlässigkeit eingesetzte DYWIDAG-Vorspannsystem wurde an jedem einzelnen der 201 Querdeckenträger der 29-feldrigen Brücke eingebaut. Insgesamt installierte DSI 201 DYWIDAG-Spannglieder mit jeweils drei bis fünf Litzen des Nenndurchmessers 15,3 mm (0,6"– 140 mm²) und der Nennzugfestigkeit 1860 N/mm². DSI stellte außerdem ihr Können durch die Lieferung und Installation von Epoxid-beschichteten DYWIDAG-Spannstäben mit einer Gesamtlänge von 810 m und dazugehörigen Vorspannmuttern unter Beweis. Die DYWIDAG-Spannstäbe wurden entlang der Mittelachse der Brücke installiert. Sie verbinden und stabilsieren die Querdeckenträger und wirken damit deren Biegedrillknicken unter kurzzeitiger Belastung entgegen.

Zusätzlich installierte DSI USA 24 Sets der neu entwickelten, elektromagnetischen DYNA Force-Sensoren, die dauerhaft eine einfache Vor-Ort-Überprüfung und damit gleichzeitig eine Überwachung der Kräfte in den Litzen ermöglichen. Hierzu werden die DYNA Force Sensoren während des Spannvorganges an den Litzen befestigt und mit einem zentralen Überwachungsgerät verbunden.

Besondere Herausforderungen bei diesem Projekt waren der beschränkte Arbeitsraum über Wasser einerseits und der sehr enge Zeitrahmen für die Einbaumaßnahmen andererseits. Das einfach und schnell einzubauende DYWIDAG-Vorspannsystem war dafür prädestiniert, die Vorgaben des Eigentümers bezüglich Brückenstabilität und einer Bauzeit von lediglich einem Jahr pro Brückenstruktur zu erfüllen. Die Projektmanager und das Aufsichtsteam der DSI arbeiteten eng mit den lokalen Einheiten zusammen, manchmal sogar in zwei Schichten pro Tag, um den ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten. Die von DSI durchgeführten Arbeiten wurden Ende 2007 erfolgreich abgeschlossen. Die Brücke soll Ende 2009 wieder uneingeschränkt befahrbar sein.

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