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<i>GEWI<sup>®</sup></i>-System löst Bewehrungsprobleme bei Großprojekt

GEWI®-System löst Bewehrungsprobleme bei Großprojekt

Garching/München, Deutschland: Ein großes Bauvorhaben wird z.Zt. unter Anwendung des GEWI®-Bewehrungssystems realisiert. Es handel sich um das Reaktorgebäude für die Neutronenquelle der Technischen Universität München. Das GEWI®-System zeichnet sich durch seine hohe Anpassungsfähigkeit an die Anforderungen der Ausführung bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit aus.

Forschungsreaktor FRM II

Das Reaktorgebäude weist bis zu einer Höhe von 11,2 m einen quadratischen, darüber einen achteckigen Querschnitt auf. Ein Leich gewölbtes Dach schließt das Bauwerk ab. Seine Außenwände sind mit einer Dicke von ca. 1,8 m so ausgelegt, dass sie dem Absturz eines schweren Flugzeuges standhalten würden. Auch die Lastfälle Erdbeben und Hochwasser sind bei der Bemessung berücksichtigt wurden.

Die Konstruktion stellt besondere Anforderungen an die Bewehrung. Die Typologie des Bauwerks verlangt, ähnlich wie bei einem Druckbehälter, eine vollkommen geschlossene, auf Zug beanspruchbare Bewehrung. Außerdem sind mechanische Stöße auch wegen der großen Bewehrungsdichte und ihrer höheren Zuverlässigkeit im Vergleich zu Überlappungsstößen erforderlich. Das größte technische Problem stellt allerdings die Baufolge dar, wonach zuerst die Eckbereiche und anschließend die dazwischenliegenden Wände betoniert werden. In jedem Eckbereich entstehen Festpunkte für die Bewehrung, in denen die beidseitigen Bewehrungsenden mittels Muffen an die Bewehrungsstäbe der Wände (Paßstäbe) angeschlossen werden müssen. Das mechanische Bewehrungssystem muss in solchen Fällen in der Lage sein, beträchtliche Toleranzen aus Verschnitt, Verlegeungenauigkeiten und eventuelle Bewegungen während der Betonierphase auszugleichen. Das GEWI®-System ist dank des durchgehenden, robusten Grobgewindes seiner Komponenten und der Wahl einer etwas längeren Muffe ideal hierfür geeignet. Diese Lösung wurde aufgrund der technischen Vorteile gegenüber anderen Systemen und ihrer Wirtschaftlichkeit gewählt.

Die GEWI®-Bewehrung Ø 28 mm umschließt das ganze Gebäude und wird senkrecht und waagerecht in je zwei Lagen verlegt. Für die Innenwände kommen GEWI®-Stäbe Ø 20 und Ø 25 mm zum Einsatz. Bei Fertigstellung des Reaktorgebäudes werden 2.500 t GEWI®-Bewehrung mit 45.000 Muffenstößen sowie 13.500 Endverankerungen eingebaut worden sein.

FRM II: Neue Neutronenquelle für Wissenschaft und Technik

Für immer mehr Wissenschaftler aus den verschiedensten Fachgebieten ist der Zugang zu intensiven Neutronenquellen bei der Realisierung ihrer Forschungsvorhaben unverzichtbar. Forschung mit Neutronen spielt in fast alle naturwissenschaftlichen Disziplinen  eine entscheidende Rolle, insbesondere in der Festkörperphysik, der Materialforschung, der Chemie, der Molekularbiologie, der Mikroelektronik sowie der Medizin. Der stetig wachsende Bedarf an Neutronen kann durch den im Jahre 1957 erbauten Forschungsreaktor München I (FRM oder „Atom-Ei“ wegen seiner Gestalt) nicht mehr gedeckt werden.

Der Bau des Hochfluß-Forschungsreaktor II (FRM-II) in Garching bei München, Deutschland, der ab 2002 in Betrieb genommen wird, soll den neuen Anforderungen der Wissenschaft und Technik gerecht werden. Bei einer fünfmal so hohen Reaktorleistung (20MW) im Vergleich zum „Atom-Ei“ wird der FRM II einen 50mal so hohen nutzbaren Neutronenfluß erzielen. Der gesamte Komplex des FRM II besteht aus dem Reaktorgebäude, in dem sich die Reaktoranlage und der größte Teil der Einrichtungen für die experimentelle Nutzung befinden, einer Neutronenleiterhalle mit integriertem Bürotrakt und weiteren Hilfsanlagengebäuden.

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