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Eisenbahnbrücke in Spannbetonbauweise mit  DYWIDAG-Litzenspanngliedern errichtet

Eisenbahnbrücke in Spannbetonbauweise mit
DYWIDAG-Litzenspanngliedern errichtet

Die Tschechische Republik modernisiert ihr Eisenbahnnetz mit Hochdruck. Im Zuge dieser Verbesserungsmaßnahmen wird auch ein zentraler  Knotenpunkt in der Hauptstadt Prag erweitert. An dieser Stelle treffen sich die Züge, die sowohl den Hauptbahnhof (Hlavninadrazi, auch Wilsonbahnhof genannt) als auch den Kopfbahnhof  Masaryk (Praha Masarykovo nádrazi) als Ziel haben.

Beide Bahnhöfe sind wichtig für den nationalen und internationalen Fernverkehr. Der Hauptbahnhof wurde 1901-1909 im Jugendstil errichtet. Der Bahnhof Masaryk ist der älteste Bahnhof Prags und wurde bereits 1844/45 erbaut. Die beiden Bahnhöfe liegen nur ca. 500 m Luftlinie auseinander, jedoch existierte bisher keine zufrieden stellende Gleisverbindung, was das Rangieren und Umsteigen erschwerte. Die »Neue Verbindung« soll hierzu Abhilfe schaffen und die Einfädelung des Eisenbahnverkehrs aus nördlichen Richtungen neu regeln.

Eine wesentliche Maßnahme der neuen Verbindung war der Bau einer neuen, 440 m langen Brücke, über die vier Gleise verlaufen. Der Bau dieser 22 - 26 m breiten Brücke stellte an alle Beteiligten hohe Anforderungen, da sich die Baustelle mitten in der Stadt befindet und der Verkehrsfluss auf der Straße und auf der Schiene komplett aufrechterhalten werden musste. Zudem mündet die Brücke direkt in einen Eisenbahntunnel, der unter dem Prager Stadtberg Vitkov hindurchführt.

Das komplizierte und technisch anspruchsvolle Bauwerk wurde vom Planungsbüro SUDOP in Prag geplant und von der ARGE Skanska, SSZ, Subterra und Metrostav ausgeführt. Die Vorspannarbeiten übernahm die Firma SM7 A.S., DSI-Lizenznehmer für die Tschechische Republik und die Slowakei.

Der Brückenüberbau wurde in Längen von 32 und 40 m auf Gerüsten errichtet. Die seitlichen Auskragungen wurden direkt auf der Baustelle unterhalb der Brücke in einer Feldfabrik hergestellt und als Betonfertigteile auf den Brückenüberbau gehoben und montiert. Der Querschnitt hat eine Höhe von 3,20 m und steigt am Pylon auf 3,70 m an. Die Fahrbahnplatte weist eine Stärke von 30 cm auf und erhöht sich an den Pylonen auf 80 cm.

Für die Quervorspannung der Betonfertigteile lieferte SM7 A.S. DYWIDAG-Litzenspannglieder des Typs MA 6812 mit Litzendurchmesser 0,62". Die Längsvorspannung der Betonfertigteile erfolgte mit DYWIDAG-Litzenspanngliedern mit Verbund der Typen MA 6819 und MA 6822 mit Litzendurchmesser 0,62". Alle DYWIDAG-Litzenspannglieder wurden in HDPE- Hüllrohren geführt.

SM7 A.S. ist stolz darauf, mit den Vorspannungsarbeiten für diese besondere Brücke beauftragt worden zu sein. Tatsächlich ist die Brücke eine der wenigen Eisenbahnbrücken, die in Spannbetonbauweise ausgeführt wurden.

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