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Neue Generation von Schrägseilbrücken mit DSI-Know-how

Neue Generation von Schrägseilbrücken mit DSI-Know-how

Bei dieser neuen Schrägseilbrücke, über die seit Herbst 2006 der Verkehr rollt, wurden viele proaktive und bahnbrechende Techniken umgesetzt, die die Standards für künftige Schrägseilbrücken höher setzen.

Die neue Brücke ist 646 m lang und hat eine Hauptspannweite von 354 m sowie zwei 128 m hohe Pylone. Sie ersetzt die bisherige, 74 Jahre alte, stark frequentierte »Waldo-Hancock- Bridge«.

Das Design und die innovativen Techniken für die neue Schrägseilbrücke wurden maßgeblich durch das besondere Augenmerk des Bauherren auf Dauerhaftigkeit (geplante Betriebsdauer der Brücke > 100 Jahre) und den Wunsch nach leichter Instandhaltung beeinflusst.

Dies führte unter Beteiligung von DSI USA zu einer bislang einmaligen Kombination der Schutzsysteme:

  • Epoxidharz-beschichtete DYNA Grip®-Schrägseillitzen
  • HDPE-Hüllrohre
  • Stickstoffgas-Schutzsystem
  • DYNA Force® Überwachungssystem.

Für die Ästhetik der Brücke wurde das vom Ingenieurbüro Figg Bridge Engineers, Inc., entwickelte neue »Cradle System« verwendet. Das »Cradle System« wurde im April 2007 mit dem Pankow Award der ASCE – American Society of Civil Engineers – ausgezeichnet.

Bei dem neuen »Cradle System« werden die Schrägseile in einem Stück über im Pylon befestigte Umlenksättel mit definierter Krümmung geführt. Dies ermöglicht eine schlankere, elegantere Gestaltung des Pylons, da die Zugkräfte dadurch reduziert werden, dass eine Verankerung der Schrägseile am Pylon nicht mehr nötig ist.

Die DYNA Grip®-Schrägseile bestehen aus 61 bis 73 Epoxydharz-beschichteten Litzen 0,6", die in einem Mantelrohr geführt werden. Für den dauerhaften Schutz der Schrägseile entwickelte DSI ein System, das eine permanente, einfache Überwachung ermöglicht und gleichzeitig resistent gegen die extremen Temperaturschwankungen in dieser Region ist.

Hierfür wurden die DYNA Grip®-Schrägseile in ein hermetisch abgedichtetes HDPE-Hüllrohr eingeführt und mit warmer Luft getrocknet. Anschließend wurde das HDPE-Hüllrohr mit reinem, verdichteten Stickstoff befüllt. Dieser beseitigt korrosive Elemente wie Sauerstoff, Chloride und Feuchtigkeit und dient damit als lang anhaltender Korrosionsschutz. Zum Ausgleich von Druckverlusten ist ein kleiner Behälter mit Stickstoff in dem System integriert. Abschließend wurden Messspulen mit jedem Schrägseil verbunden, bevor die luftdichte Verkapselung mit einer Abschlusskappe aus durchsichtigem Material (für visuelle Inspektionen) erfolgte.

Die Messspulen liefern die Daten für das von DSI entwickelte DYNA Force®-System, mit dem die Kräfte in den Schrägseilen kontinuierlich und kostengünstig überwacht werden können. Das DYNA Force®-System ist robust und wartungsfrei, arbeitet mit einer Genauigkeit von +/- 1 % und ist für die Lebensdauer der Brücke konzipiert.

Das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit von Entwicklern, Planern und Konstrukteuren sowie der Innovationsfreude des Straßenbauamts Maine ist eine elegante Brücke, die bis ins 22. Jahrhundert ein Wahrzeichen darstellen wird.

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