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Rückspannung der Pardatschgratbahn in Ischgl mit Draht EX Spanngliedern

Rückspannung der Pardatschgratbahn in Ischgl mit Draht EX Spanngliedern

Im österreichischen Schigebiet Ischgl wird derzeit eine neue, windstabile Dreiseilumlaufbahn errichtet. Die neue Pardatschgratbahn überwindet einen Höhenunterschied von 1.251 m und führt vom östlichen Ortskern Ischgls direkt auf den 2.616 m hohen Pardatschgrat.

Der Pardatschgrat ist für schwierige geologische Bedingungen bekannt, da sich die Gipfelstation in der Permafrost- Zone befindet. Die Bergstation wird östlich an das bestehende Bergstationsgebäude der Kabineneinseilumlaufbahn angebaut. Um auf etwaige Geländesetzungen vorbereitet zu sein, wird die Station auf mehreren mit hydraulischen Schwerlastpressen nachjustierbaren Einzelfundamenten errichtet. Auf Grund der speziellen geologischen Situation war es außerdem erforderlich, die gesamte Bergstation mit Spanngliedern zurück zu verankern.

Um das potentielle Verschieben zu minimieren, wurde die neue Bergstation mit Hilfe von in einem Tunnel verlaufenden Spanngliedern rund 140 m rückverankert. Der maximal mögliche Verschiebeweg wurde mit bis zu 1,5 m berechnet. Deshalb mussten die verwendeten Spannglieder so konzipiert sein, dass sie einen sogenannten „Nachlassweg“ zulassen. Bei herkömmlichen Spanngliedern mit Litzen und Keilen besteht das Problem, dass sich der Keilbiss auf den Litzen beim Nachlassen in die freie Länge verlagert. Dies ist nicht zulässig, da der Keilbiss bei einer vorgespannten Litze einer Art „Sollbruchstelle“ darstellt. Aus diesem Grund lieferte DSI zur Rückverankerung der neuen Bergstation vier Spannglieder, Typ SUSPA Systems, Draht EX 66, in Längen von 153 m.

Beim Draht EX Spannglied erfolgt die Verankerung der Drähte mit aufgestauchtem Köpfchen und verschiedenen Stahlteilen, die ein Gewinde besitzen. Zur Reduzierung der Vorspannkraft wird die Stützmutter einfach weiter von der Zughülse abgedreht. Für dieses Projekt wurden spezielle, längere Zughülsen gefertigt, die einen größeren Nachlassweg zulassen. Die Spannglieder wurden zunächst nicht auf die volle Vorspannkraft vorgespannt. Sollte sich der Berg bewegen, hat man zunächst eine gewisse Reserve, bis die zulässige Vorspannkraft erreicht wird. Bei weiteren Bewegungen muss eine Spannpresse an der Verankerung angesetzt und die Stützmutter etwas von der Zughülse abdreht werden.

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