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Pacific Avenue Overcrossing mit DSI-Litzenspannglied Typ MA vorgespannt

Pacific Avenue Overcrossing mit DSI-Litzenspannglied Typ MA vorgespannt

Pacific Avenue Overcrossing, Everett, Washington, USA

Die Pacific Avenue ist eine wichtige Hauptverkehrsader, welche die Küstenregion des Pazifischen Ozeans mit der Autobahn 5 in der Stadt Everett, Washington, verbindet. Eine Bahnstrecke kreuzt die Pacific Avenue und verursacht erhebliche Verkehrsstaus. Daher beschloss die Stadt, eine Brücke mit Zufahrtsrampen zu zwei angrenzenden Straßen zu bauen, um so einen ungehinderten Verkehrsfluss über die Bahnstrecke zu gewährleisten.

Um Störung des Verkehrs auf ein Minimum zu reduzieren und den knappen Zeitplan einhalten zu können, entschied sich der Ingenieur für eine Betonfertigteilkonstruktion. Der Querschnitt besteht daher aus 6 vorgefertigten trogförmigen Längsträgern mit Ortbetonplatte.

Die Träger wurden mit speziellen Tiefladern vom Fertigungsgelände auf die Baustelle verbracht. Durch Träger mit Längen bis zu 32 m ergaben sich ungewöhnliche logistische Transportbedingungen. Die Brückenträger wurden auf temporäre Stütztürme gesetzt und in der Mitte mit Pressen angehoben, um Beanspruchung und Spannungen aus Eigengewicht zu reduzieren. Gegengewichte wurden auf den Trägern platziert, bis die Ortbetonfahrbahnplatte betoniert und der Verbundquerschnitt vorgespannt war. Diese Anordnung ermöglichte eine minimale Trägerhöhe und 50 % weniger Vorspannung. Zusätzliche Bewehrung und Hüllrohre wurden in die Ortbeton-Pfeilerkappen eingebracht, die auch als Schließ-Segmente dienten. Die Fahrbahn wurde über die offenen Brückenträger gegossen und Spannglieder in die Hüllrohre eingebracht und an den Widerlagern mit DYWIDAG-MA Verankerungen verankert. Die Spannarbeiten wurden von beiden Spanngliedenden ausgeführt.

Um Transportlasten und Eigengewicht der Ortbetonfahrbahn zu kompensieren, wurden die Träger vorgespannt. Das Vorspannen dient auch dem Tragen der Verkehrslast. Die Brücke ist ca. 229 m lang, 19 m breit und besteht aus 8 Feldern, von denen das längste 34 m misst. Sie ist eine eindrucksvolle Konstruktion unter den Betonfertigteilbrücken und wurde daher mit einem Design Award des PCI (Prestressed Concrete Institute) 2002 ausgezeichnet. Sie steht als musterhaftes Beispiel für eine vorgespannte Betonfertigteilbrücke mit extremer Länge. Das Gesamtprojekt, das auch zwei kürzere Brücken beinhaltet, wurde im Jahr 2000 begonnen und Ende 2001 abgeschlossen.

Durch die Verwendung von Fertigteilträgern konnte die Bauzeit auf weniger als 14 Monate reduziert werden. Die alternative Ortbetonbauweise hätte zwei bis vier Monate mehr Zeit beansprucht. Für das gesamte Projekt kamen 58 vorgespannte Fertigteilträger zum Einsatz. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens betrugen 10,2 Mio. US$, davon entfielen 1,66 Mio. US$ auf die Fertigteile.

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