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Ölgewinnung mit DSI-Technologie: Ölsand–Projekt in Alberta, Kanada

Ölgewinnung mit DSI-Technologie: Ölsand-Projekt in Alberta, Kanada

Die Stadt Fort McMurray in der kanadischen Provinz Alberta liegt im Gebiet der Athabasca-Ölsande und damit im Zentrum der Ölproduktion des Landes. Die Ölsandvorkommen der Provinz decken Expertenschätzungen zufolge ca. ein Viertel des kanadischen Ölverbrauchs. Ölsand ist eine Mischung aus Bitumen, Sand und Wasser und wird hauptsächlich im Tagebau abgebaut.

Der Ölproduzent Suncor, eines der grössten kanadischen Unternehmen in diesem Bereich, baut derzeit eine neue Raffinerie. Durch das so genannte Voyageur-Projekt soll zukünftig die Rohölproduktion um 200.000 Barrel pro Tag auf 550.000 Barrel pro Tag erhöht werden.

Die Anlage besteht aus drei Koks-Trommel-Paaren, deren Rahmenkonstruktion auf Ortbetonfundamenten ruht. Die Tragkonstruktionen der Coker-Anlagen sind massiv ausgeführt, da sie aufgrund grosser Querschnitte den während des Betriebs entstehenden hohen Kräften standhalten müssen. In der Coker-Anlage wird das Bitumen in seine chemischen Bestandteile umgewandelt.

Der Ingenieur entschied sich, als Bewehrungssystem für die Betonkonstruktion und die Fundamente DYWIDAG-Bewehrungsstäbe zu verwenden, da diese beim Einbau sehr einfach mit Muffen kraftschlüssig verbunden werden können. Für das Projekt kamen ungefähr 390 t DYWIDAG-Bewehrungsstäbe mit 63 mm Durchmesser und einer Streckgrenze von 552 MPa/80 ksi zum Einsatz.

Aufgrund der grossen Stabdurchmesser und der hohen Lastaufnahme konnte die Gesamtzahl an vertikalen Bewehrungsstäben reduziert und der Abstand zwischen den einzelnen Bewehrungsstäben grösser gewählt werden. So entfiel eine Verdichtung an Bewehrungselementen an den Schnittpunkten. Dank der Muffen wurden die DYWIDAG-Stäbe einfach und zügig an den jeweiligen Einsatzorten eingebaut und ein oftmals aufwändiges Einfädeln durch die vertikale Bewehrungskonstruktion entfiel.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass die DYWIDAG-Stäbe exakt eingebaut werden mussten, da die Bewehrungskörbe nach ihrer Fertigstellung keine Anpassung mehr zuliessen. Die exakte Ausrichtung der DYWIDAG-Stäbe war notwendig, damit die DYWIDAG-Stäbe am Übergang der fertigen Bewehrungskörbe durch Muffen miteinander verbunden werden konnten.

Die DYWIDAG-Stäbe wurden mit Plattenverankerungen in der Pfahlkopfplatte verankert. Hierzu wurden alle Verankerungsplatten in einem Ankerrahmen kombiniert, wodurch die Platzierung und Sicherung der DYWIDAG-Stäbe während des Baus der Pfahlkopfplatte erleichtert wurde.

Am oberen Ende der Säulen mussten die Kräfte der vertikalen Stützenbewehrung auf die horizontale Bewehrung der Platte umgeleitet werden. Dies geschieht normalerweise durch ein Biegen der Bewehrung. Auf Grund der grossen Durchmesser der Stäbe wäre ein Biegen allerdings nicht möglich gewesen. Deshalb wurde unterhalb der Deckenplatte eine Rahmenkonstruktion zur Lastenübernahme eingebaut, in dem die grossen DYWIDAG-Stäbe mit Plattenverankerungen verankert wurden. Zusätzlich wurden zu jedem 63 mm-Stab je vier weitere DYWIDAG-Stäbe #8, Ø 25 mm mit einer Streckgrenze von 517 MPa / 75 ksi in die Rahmenkonstruktion mit integriert. Insgesamt wurden rund 40 t DYWIDAG-Stäbe #8, Ø 25 mm geliefert. Diese wurden durch die Platte hindurch geführt und gebogen, um so eine Überlappung mit der horizontalen Bewehrung der oberen Platte zu erreichen.

DSI Kanada freut sich darüber, dass bei diesem unkonventionellen Projekt DYWIDAG Bewehrungssysteme zum Einsatz kamen.

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