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Höhere Lasten dank externer Spannglieder: Verstärkung eines Bürogebäudes in Alabama

Höhere Lasten dank externer Spannglieder: Verstärkung eines Bürogebäudes in Alabama

In Montgomery, Alabama, USA, wurde vor kurzem ein neues, zwölfstöckiges Bürogebäude aus vorgespannten Betonfertigteilträgern und Betondecken gebaut. Nach der Fertigstellung des Gebäudes vermietete der Besitzer einen Teil der Büroräume an ein Unternehmen, das einen Serverraum benötigte. Auf Grund ihrer Größe musste die für den Serverraum nötige Kühlanlage auf dem Dach des Gebäudes angebracht werden. Das war jedoch problematisch, da das Gewicht der Kühlanlage die zulässige Last der Dachkonstruktion überschritt.

DSI wurde mit der Planung und Installation eines geeigneten externen Spannsystems beauftragt, das die Lasten der Kühlanlage aufnehmen konnte. Um das Gewicht des Kühlsystems aufzunehmen, mussten fünf Unterzüge aus Betonfertigteilsegmenten verstärkt werden. DSI führte zunächst Radarmessungen an den Trägern durch, um alle Bewehrungssysteme im Inneren der Träger zu erfassen und zu lokalisieren. Die Messungen waren zwingend erforderlich, da die Installation der Abschlusswinkel und der Umlenksättel des externen Vorspannsystems Kernbohrungen durch die Träger erforderte.

DSI lieferte für die externe Verstärkung der Träger in Stahlhüllrohren geführte externe DYWIDAG-Litzen spannglieder, 4-0.6" aus hochfesten Litzen, 1.860 N/mm². Für die fünf Träger des Gebäudes installierte DSI insgesamt 10 Spannglieder, wobei zwei Spannglieder pro Träger zum Einsatz kamen. Dabei wurde jeweils auf beiden Seiten der Träger je ein Spannglied angebracht, das an beiden Enden mit Verankerungen versehen war. An den Trägern wurden jeweils zwei Umlenksättel montiert, die beide Spannglieder aufnahmen. Die daraus resultierende Exzentrizität erzeugt das durch die gestiegene Belastung zusätzlich erforderliche Vorspannmoment.

DSI produzierte die Abschlusswinkel und installierte sie mit Hilfe von Durchsteckbolzen und Ankern. Die Spannarbeiten wurden von erfahrenen DSI-Mitarbeitern in Abstimmung mit den durch das Kühlsystem entstehenden Lasten durchgeführt. Das DYWIDAG-Vorspannsystem wurde in zwei Phasen vorgespannt – kurz bevor die Kühlanlage angebracht wurde sowie direkt danach. Nach Abschluss der Spannarbeiten wurden die Hüllrohre mit Zement injiziert, um die Litzen im Inneren zu fixieren und ein hohes Maß an Korrosionsschutz zu erreichen.

Das Projekt wurde innerhalb eines sehr knappen Zeitrahmens durchgeführt und erforderte die genaue Abstimmung mit weiteren Auftragnehmern. Dank der sehr guten Zusammenarbeit aller Beteiligten wurden die Verstärkungsarbeiten am Dach des Bürogebäudes sicher und erfolgreich abgeschlossen.

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