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Mit 134 m Hauptspannweite im Segmentbrückenbau stellt die neue Victory-Brücke einen Rekord in den USA auf

Mit 134 m Hauptspannweite im Segmentbrückenbau stellt die neue Victory-Brücke einen Rekord in den USA auf

Die Route 35 überquert den Fluss Raritan und verbindet Perth Amboy und Sayreville im Norden von New Jersey. Dabei führt sie über eine Niedrig-Drehbrücke, die 1926 erbaute Victory-Brücke. Aufgrund des altersbedingten schlechten Zustandes der Brücke, der engen Fahrspuren und einer freien Durchfahrtshöhe von nur 9 m, wurde der Bau einer neuen Brücke erforderlich. Die freie Durchfahrtshöhe für den Schiffsverkehr wird dann 34 m betragen.

Die neue Brücke besteht aus zwei parallel verlaufenden Brückenkonstruktionen in Fertigteil-Segmentbauweise. Auf dem einen Überbau verlaufen zwei Fahrspuren in nördlicher Richtung, auf dem anderen in südlicher Richtung. Letzterer wird auch über einen 1,8 m breiten Gehweg verfügen. Jedes Bauwerk mit einer Länge von 1.210 m verfügt über eine 134 m lange Hauptspannweite (ein neuer US-Rekord!), zwei 101 m lange Nebenspannweiten und mehrfeldrige Vorlandbrücken mit Spannweiten von 43 bis 46 m.

Die Hohlkastenquerschnitte wurden im Fertigteilwerk in der sog. „matchcast“ Bauweise erstellt. Bei dieser Bauweise werden die Brückensegmente gegeneinander gegossen, so dass auf der Baustelle eine perfekte Passung mit möglichst geringer Fuge gewährleistet ist.

Der Unterbau besteht aus 22 Pfeilern und zwei Endauflagern pro Brücke. Die Pfeiler werden aus vorgefertigten Beton-Hohlkastensegmenten erstellt, die durch epoxidharz-beschichtete Litzenspannglieder Typ 12 x 0,6" und 19 x 0,6" sowie hochfeste Spannstäbe Ø 32 mm miteinander verspannt werden. Die Litzenspannglieder aus epoxidharz-beschichteten Litzen werden im Werk der DSI in New Jersey vorgefertigt und mit speziell dafür ausgerüsteten automatischen Pressen gespannt. Der Überbau besteht aus vorgefertigten Beton-Kastenträgern und wird entweder Feld für Feld (Vorlandbrücken) oder im Freivorbauverfahren (Hauptbrücke) ausgeführt. In den Vorlandbrücken mit einer typischen Länge von 46 m kommen in der Fahrbahnplatte interne flache Spannglieder 4 x 0,6" zum Einsatz, um eine langfristig beständige Fahrbahnoberfläche zu gewährleisten. Zur Längsvorspannung einer jeden Spannweite werden auf jeder Seite der Hohlkasten fünf externe Spannglieder 19 x 0,6" installiert.

Die Bauarbeiten begannen im März 2003 und sollen im Dezember 2005 abgeschlossen sein.

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