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1.730 DYWIDAG-Litzenanker sichern Schlitzwand an der neuen Schnellstraße S8 in Polen

1.730 DYWIDAG-Litzenanker sichern Schlitzwand an der neuen Schnellstraße S8 in Polen

In den letzten Jahren ist der Ausbau der Straßeninfrastruktur zu einem der Hauptziele der polnischen Regierung geworden. Seit Polen und die Ukraine als Gastgeber für die Europa- Fußballmeisterschaft 2012 ausgewählt wurden, ist es schwierig, in Polen noch einen Ort zu finden, an dem gerade keine neue Straße gebaut wird.

Auch auf der Westseite von Warschau wird derzeit gebaut: hier entsteht die neue Schnellstraße S8. Damit wird die Verbindung zur geplanten Autobahn A2 im Westen Warschaus mit der Armii Krajower-Straße ein Teil der nördlichen Ringstraße um Warschau werden. Für den Bau der S8 ist insgesamt ein Budget von rund 500 Mio. Euro veranschlagt. Die Arbeiten an der neuen Bundesstraße begannen im Februar 2008 und wurden Ende 2010 abgeschlossen.

Die Neubaustrecke an der S8 ist insgesamt 10,4 km lang und hat je drei 3,5 m breite Fahrspuren pro Fahrtrichtung. Zusätzlich sind jeweils 2,5 m breite Standspuren und ein 4 m breiter Mittelstreifen vorhanden. Drei Bauabschnitte verlaufen auf einer Länge von 2,6 km unterhalb des Grundwasserspiegels und mussten daher mit Schlitzwänden und Bodenplatten gesichert werden.

Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels, des nichtbindigen Bodens, der Tiefe der Bodenplatte und der Schlitzwand-Spannweite musste vor dem Aushub eine horizontale Dichtung erstellt werden. Dieser „Stopfen“ wurde aus Düsenstrahl-Pfählen mit Durchmessern von 1,6 m und einer Überlappung von 0,25 m durchgeführt. In Abhängigkeit von der Aushubtiefe waren die Sohlen zwischen 1 und 4 m dick und wurden in Tiefen von bis zu 17 m installiert. Zusätzlich wurden die Baugruben in kleinere Segmente unterteilt, die mit Vorsatzschalungen/ Wänden aus Spritzbeton abgeschlossen wurden. Die dafür verwendeten Palisaden hatten Durchmesser von 80 cm und maximale Längen von 10 m.

Bevor die Betonplatten die Biegekraft der Schlitzwände reduzieren, sind zusätzliche temporäre Stützmittel nötig, um die Lasten während des Aushubs aufzunehmen. DSI Polen lieferte für diesen Zweck insgesamt 1.730 temporäre Litzenanker (Typ SUSPA-Systems 6-5, St 1570/1770, 140 mm²), mit ca. 21 m Gesamtlänge und Verbundlängen von ca. 8 bis 9 m. Für den Injiziervorgang wurden an jedem Anker drei Injektionsleitungen angebracht. Die gelieferten Anker erfüllten alle Anforderungen der Europäischen Norm EN 1537 in Bezug auf den Korrosionsschutz temporärer Anker.

DSI Polen lieferte auch zwei komplette Vorspannausrüstungen mit dem CFK-Hohlkolbenzylinder in Leichtbauweise, 1.175 kN - 25 kg. Jeder Anker wurde gemäß der Prüfmethode 3 der EN 1537 vorgespannt und getestet. Mit dieser Methode wird zwischen der 3. und der 15. Minute die Kriechdehnung bei einer konstanten Last von 0,9 Pt0,1k – 955 kN gemessen. Sieben Tage nach der Fertigstellung der Bodenplatte wurden die Anker gekürzt und die Löcher in den Schlitzwänden mit Zementmörtel verfüllt.

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