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Innovative Spanngliedlösung für wirtschaftliche Brückenverstärkungen: Die Kirkeler-Talbrücke

Innovative Spanngliedlösung für wirtschaftliche Brückenverstärkungen: Die Kirkeler-Talbrücke

Die in den 60er Jahren gebaute 380 m lange Talbrücke befindet sich auf der Autobahn A8 an der Anschlußstelle Neunkirchen-Oberstadt, Saarland. Die damals gültigen Bauvorschriften sahen geringere Lasten und Betonüberdeckung als heute vor. Zur Ertüchtigung und Rissesicherung der Brücke wurde eine Verstärkung der Überbauten mittels externer Vorspannung gewählt, die mit DYWIDAG-Litzenspanngliedern ausgeführt wurde. Die aus dem Behälterbau bekannte „Koppelstelle M“ kam hierbei wirtschaftlich zum Einsatz.

Die Brücke hat zwei parallele Überbauten aus einzelligen Hohlkästen und weist jeweils acht 40 m lange Innenfelder und zwei 30 m lange Endfelder auf. Je Überbau wurden 8 externe DYWIDAG-Litzenspannglieder 10x0,6" über die ganze Länge der Brücke durch Bohrungen in den Querträgern geführt. An beiden Endquerträgern wurden passive Verankerungen angebracht. Hierzu wurden der bestehende 80 cm dicke Betonquerschnitt um 80 cm verstärkt und die Verankerungen auf den alten Beton aufgesetzt. Die verbreiterten Endquertäger wurden mit 2x8 glatten DYWIDAG-Stabspanngliedern Ø 36 mm mit Längen von 1,8 bis 4,5 m vorgespannt.

Als Spannstelle wurde die aus der Behältervorspannung bekannte bewegliche „Koppelstelle M“ verwendet. Diese ermöglicht das Spannen der 170 + 210m langen Spannglieder in Feldmitte unter günstigen räumlichen Bedingungen.

Die Brücke liegt in einem Radius von 1.500 m. Die Winkel an den Umlenkstellen im Bereich der Querträger waren so gering, daß die PE-Rohre ohne Umlenksättel verlegt und die Litzen ohne Abstandhalter geführt werden konnten. Die PE-Rohre im Querträger wurden jeweils durch ein zweites PE-Rohr weich gebettet. Nach dem Spannen wurde der Zwischenraum zwischen den beiden PE-Rohren mit DYWIPOX SPK verfüllt. Die Litzenspannglieder sind über die ganze Länge einschließlich der Koppelstelle M mit Zementmörtel injiziert.

Die innovative Anwendung der Koppelstelle M ermöglichte eine wirtschaftliche Ausführung der Verstärkungsarbeiten, ohne umfassende Baumaßnahmen an den unzugänglichen Endquerträgern. Die traditionelle Lösung mit einer aktiven und einer passiven Verankerung hätte die Vergrößerung des Arbeitsraums im Widerlagerbereich verlangt, was sowohl zeitaufwendiger als auch teuerer gewesen wäre. Die hier angewandte Verstärkungsmethode ist durchaus auch unter laufendem Verkehr möglich, wenn keine zusätzliche Reparaturarbeiten - wie in diesem Fall die Erneuerung der Fahrbahnplatte - eine Sperrung der Brücke erforderlich machen.

 

 

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