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Die Druckrohrleitung von Nentilla: Herausforderung am steilen Abhang

Die Druckrohrleitung von Nentilla: Herausforderung am steilen Abhang

Die Druckrohrleitung Nentilla 65 km südlich von Carcassonne wird von Frankreichs größtem Energieproduzenten EdF betrieben. Die Rohrleitung mit einem durchschnittlichen Durchflussstrom von 4 m³/s und einer Höchstleistung von 54 MW wird durch mehrere Galerien mit Wasser von einem Ausgleichsbecken in Escouloubre gespeist.

Vor einiger Zeit stellte man an der im Jahr 1952 gebauten Druckrohrleitung am Übergang vom Stahl zu den Verankerungsblöcken aus Beton Korrosion fest, so dass in diesem Bereich Rissgefahr bestand. Folglich musste der untere Teil der alten Druckrohrleitung auf einer Länge von 400 m bis zum unteren Absperrventil durch ein neues, korrosionsbeständiges System ersetzt werden. Zudem wurde die gesamte Druckrohrleitung innen mit korrosionsbeständiger Farbe gestrichen.

Im Bereich der Auflager mussten zunächst die bestehenden Ankerblöcke, in die die Rohrleitung teilweise eingelassen war, rückgebaut werden. Die neue Druckrohrleitung wird durch eine Metallkonstruktion gestützt, die mit 8 Ankerblöcken und 70 einfachen Führungsstützen verankert wurde. Auf diese Weise ist die neue Leitung jederzeit für Wartungsarbeiten zugänglich.

Abgesehen von drei Ankerblöcken, die mit DYWIDAG-Litzenankern, Typ 7-0.62" mit einer Nutzlast von 104 t rückverankert wurden, werden die Ankerblöcke mit passiven GEWI® Plus-Ankern, Ø 57,5 mm im Fels gesichert. Die DYWIDAG-Anker ermöglichen einen Winkelausgleich nach Durchführung der Bohrarbeiten.

Auf Grund der bis zu 60° großen Steigung musste das Baustellenpersonal bei der Installation der Anker angeseilt werden. Mit Hilfe von Tests stellte man fest, dass an zwei Ankerblöcken der kalkhaltige Fels so zerklüftet war, dass vor der Installation der Spannglieder Zementsuspension injiziert werden musste, um die Tragfähigkeit des umgebenden Gebirges zu erhöhen. Anschließend wurden die Litzenanker mit einem Kabelkran installiert und verpresst.

Die Spannarbeiten mussten ebenfalls durch angeseilte Arbeitskräfte durchgeführt werden. Um eventuelle Spannungsveränderungen in den Folgejahren feststellen zu können, wurden an einigen Ankern Kraftmessdosen installiert. Alle von DSI Frankreich gelieferten Anker bestanden die durchgeführten Tests erfolgreich.

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