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Einsatz von <em>GEWI</em><sup>®</sup>-Pfählen für wichtige Zugverbindung zwischen München und Verona

Einsatz von GEWI®-Pfählen für wichtige Zugverbindung zwischen München und Verona

Die Zugverbindung zwischen München und Verona ist eine der Hauptverbindungen zwischen Deutschland und Italien und eine der wichtigsten Verkehrsachsen in Europa. Im Zuge des Ausbaus der Eisenbahntrasse mussten mehrere Tunnel durch das Unterinntal bei Kufstein in Österreich gebaut werden.

Das etwa 2 km lange Baulos H2/2 wurde dabei in Spundwand-Trogbauweise errichtet. Da die Tunnelsohle rund 13 m unter dem Grundwasserspiegel zu liegen kommt, war es neben der Spundwandverankerung mit DYWIDAG-Litzenankern auch notwendig, die Unterwasserbetonsohle mit GEWI®-Pfählen gegen Auftrieb zu schützen. Das Baulos war in insgesamt 18 Tröge unterteilt. Dazu kamen noch eine Bestandsbaugrube, die den Anschluss an einen bereits bestehenden Tunnelabschnitt herstellte, sowie ein Rettungsschacht.

In der Bestandsbaugrube mussten druckbelastete, doppelt korrosionsgeschützte GEWI®-Pfähle installiert werden, um die Bauwerkslasten sicher in den etwas tiefer anstehenden Fels einzuleiten. Die Bohrtiefen lagen zwischen 8 m und 17,5 m, wobei die von DSI gelieferten GEWI®-Pfähle 2 m in den Felshorizont eingebunden wurden.

Die 15 m breiten Tröge wurden kontinuierlich hergestellt: nach dem Rammen der Spundwände, dem Voraushub, der Bohrung der Anker und dem Unterwasseraushub wurden die GEWI®-Pfähle hergestellt und die Unterwasserbetonsohle eingebracht. Danach erfolgten das Lenzen, die Herstellung der Betonsohle und die Durchfahrt des Schalwagens. Abschließend wurden die Isolations- und Überschüttungsarbeiten durchgeführt und die Spundwände gezogen.

Die Herstellung der DYWIDAG-Litzenanker erfolgte mit verrohrter Im-Loch-Hammerbohrung mit Bohrtiefen bis zu 22 m in größtenteils sandigen Kiesen mit einzelnen Sandlagen und Bohr-Hindernissen in Form alter Baumstämme mit bis zu 2 m Durchmesser. Eingebaut wurden temporäre Litzenanker mit 3 bis 9 Litzen und planmäßigen Lasten bis 1.200 kN.

Die GEWI®-Pfähle in den Trögen wurden durch Rammen abgeteuft. Mittels Seilbagger wurde eine Rammlanze durch einen Vibro-Bären in den Boden gerammt, der GEWI®-Pfahl eingebaut und verpresst und die Rammlanzen wieder gezogen. Geführt wurde die Verrohrung durch Öffnungen in einer Arbeitsbrücke, die über die Spundwände gelegt wurde. Bedingt durch die hohen Pfahllasten von bis zu 1.600 kN ergaben sich Rammtiefen bis 20 m. In Kombination mit dem Voraushub von rund 15 bis 16 m ergaben sich Rammlanzenlängen bis zu 40 m.

Trotz ungünstiger Randbedingungen und schlechten Wetters konnten die Arbeiten pünktlich abgeschlossen werden. Auch an empfindlichen Stellen, etwa bei Ankerbohrungen direkt unter einen Eisenbahndamm, konnten die Arbeiten ohne Probleme ausgeführt werden.

Im Rahmen der Baumaßnahme wurden ca. 26.485 m Ankerbohrungen durchgeführt und 1.394 Anker mit 3 bis 9 Litzen installiert. Zudem wurden ca. 22.000 m gerammte Auftriebs-GEWI®-Pfähle verwendet, was einer Gesamtzahl von 1.730 Stück entspricht. Weiterhin kamen ca. 5.685 m gebohrte Druck-GEWI®- Pfähle (180 Stück) zum Einsatz. Auf ca. 50 m³ wurden Manschettenrohrinjektionen durchgeführt, und es wurden ca. 50 m Kiespfähle DM 1200 installiert. Die Bauarbeiten an dieser Hauptbaumaßnahme begannen im Juni 2008 und wurden im Oktober 2010 erfolgreich beendet.

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