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AT-Rohrschirmsystem verhindert Setzungen: die MTR West Island Line

AT-Rohrschirmsystem verhindert Setzungen: die MTR West Island Line

Die MTR West Island Line (WIL) ist eine neue, rund 3 km lange U-Bahn-Linie, die den Western District mit dem nördlichen Hong Kong Island verbinden wird. Die neue U-Bahnstrecke wird die Haltestellen Sai Ying Pun, Hong Kong University und Kennedy Town anfahren. Die Tunnelbau arbeiten werden auf Grund des überwiegend felsigen Untergrundes hauptsächlich im Bohr- und Sprengvortrieb und unter Einsatz einer Tunnelbohrmaschine (TBM) durchgeführt.

Im Baulos 703, einem Abschnitt mit zwei 760 m langen einspurigen Tunnels zwischen den Haltestellen Sheung Wang und Sai Ying Pun auf dem nordwestlichen Hong Kong Island, traf man während der Bauarbeiten auf eine unerwartet niedrige Felsüberdeckung. Eine detaillierte Untersuchung ergab, dass hier ein stark setzungsgefährdeter Bereich mit zersetztem Granit unter einer Wassersäule von 35 m vorherrschte.

Der Generalunternehmer entschied sich, den Vortrieb durch Gebirgsbehandlung und anschließenden mechanischen Ausbau mit Teilsprengungen fortzusetzen. Als vorauseilendes Stützmittel wurden in den Bereichen mit niedriger Felsüberdeckung Rohrschirme eingebaut.

DSI Österreich produzierte und lieferte hierfür 500 lfm GFK- Rohrschirme, Typ AT-76, die stückweise im Überlagerungsbohrverfahren drehend-schlagend mit konventionellen Bohrlafetten eingebohrt wurden.

Darüber hinaus lieferte DSI 4.000 lfm Rohrschirme, Typ AT-114, welche in Längen von maximal 12 m installiert wurden, die Stabilität im Vortriebsbereich durch Lastumlagerung in Längsrichtung erhöhten und dabei setzungsmindernd wirkten.

An den Stellen mit gemischten Gebirgsverhältnissen genügte eine einfache Schicht an Rohrschirmen, die im Abstand von 300 mm zueinander eingebohrt wurden. Der Bereich der Tunnelkrone mit besonders stark zersetztem Granit wurde durch einen doppelten Rohrschirm im Abstand von 200 mm gesichert. Im Anschluss daran installierte man über der Tunneldecke ein Drainagesystem, um den Wasserdruck auf die mit Mörtel verfestigte Zone zu verringern.

Die richtungsgenau eingebauten Rohrschirme zeichneten sich durch ihre einfachen und robusten Systembestandteile aus und ermöglichten ein schnelles, selbstbohrendes Versetzen.

Die erhöhte Stabilität verhinderte dabei Setzungen oder Absackungen der Gebäude im Bereich der Baumaßnahme. Als weitere Stützmittel zur Gebirgsverfestigung im Tunnelbau lieferte DSI Österreich für das Baulos 703 insgesamt 3.000 OMEGA-BOLT® Reibrohr expansionsanker in Einzellängen von 3,60 m und einer charakteristischen Höchstkraft von 240 kN. Die Ausbauarbeiten an diesem technisch anspruchsvollen Teilabschnitt wurden im April 2012 erfolgreich abgeschlossen.

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