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Einsatz von DYWIDAG-Litzenspanngliedern beim Bau eines LNG Tanks in der Karibik

Einsatz von DYWIDAG-Litzenspanngliedern beim Bau eines LNG Tanks in der Karibik

Der karibische Zwei-Insel-Staat Trinidad-Tobago liegt nordöstlich vor der Küste von Venezuela. Die Förderung und Verarbeitung des Erdgases, das in den ausgedehnten Feldern tief unter dem Meeresspiegel südöstlich der Insel Tobago gefunden wird, erfolgt auf Trinidad. Der Inselstaat hat die Erdgasförderung in den vergangenen Jahren erheblich ausgebaut. So wurde 2004 mit ca. 83,2 Mio. m3/Tag rund doppelt so viel Gas gefördert wie noch 2000.

Das führte auch dazu, dass in Point Fortin, wohin das Gas per Pipeline in die Erdgasverflüssigungsanlage geleitet wird, ein 4. Tank für die Lagerung des gereinigten, verflüssigten Gases notwendig wurde. Von hier aus wird das LNG (Liquid Natural Gas) insbesondere in die USA und nach Spanien exportiert. Auch eine Versorgung anderer Karibikstaaten mit Erdgas von Point Fortin aus ist bereits eingeleitet.

Der von DYWIDAG International GmbH gebaute 4. LNG-Tank ist als Doppelbehältersystem konzipiert. Er besteht aus einem inneren Stahltank und einem äußeren vorgespannten Betontank mit einem gewölbten Stahldach. Der Hohlraum zwischen den beiden Behältern dient der Isolation. Mit einem Durchmesser von 90 m weist der Tank ein Fassungsvermögen von 160.000 m3 auf. DSI USA lieferte horizontale 19x0,6" DYWIDAG-Litzenspannglieder, die für die Vorspannung in den Unterring, die Tankwand sowie den Auflagering des äußeren Betonmantels eingebaut wurden.

LNG-Tanks müssen aus Materialien gebaut werden, die widerstandsfähig genug sind, den extrem niedrigen Temperaturen von mindestens -161 Grad Celsius standzuhalten, bei denen Erdgas verflüssigt als LNG gelagert wird. Die kryogene Eignung der 19x0,6" DYWIDAGMehrflächenverankerung wurde bereits durch vorab ausgeführte Tests der DSI in München nachgewiesen. Fortlaufende Eignungsversuche vor Ort bestätigten der eingebauten Litze adäquates kryogenes Verhalten. Die Einbau- und Spannarbeiten für die Spannglieder führte der Hauptunternehmer mit den von DSI USA gelieferten Geräten selbst durch.

Für den Bau des inneren Stahltanks gab es temporäre Öffnungen in der Wand des äußeren Betonmantels. Zur Schließung dieser Öffnungen wurden kryogene und reguläre 28 mm GEWI®-Bewehrungsstäbe und Kopplungen verwendet, die ebenfalls von DSI USA geliefert wurden. Der 4. LNG Tank in Point Fortin wurde im Frühjahr 2006 fertig gestellt.

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