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Flüssiggasförderung in Brunei: Kryogene DYWIDAG-Litzenspannglieder sichern neuen LNG-Tank

Flüssiggasförderung in Brunei: Kryogene DYWIDAG-Litzenspannglieder sichern neuen LNG-Tank

Das Sultanat Brunei im Südchinesischen Meer ist auf Grund seiner Einnahmen aus Öl- und Gasvorkommen sehr wohlhabend. Im Küstenort Lumut auf der Insel Borneo fördert das Unternehmen Brunei LNG Flüssiggas in einer 130 ha großen Anlage. Das Unternehmen gehört zu 50% der Regierung von Brunei und zu jeweils 25% der Shell Overseas Trading Limited und der Mitsubishi Corporation.

Nach seiner Eröffnung im Jahr 1973 war das Werk die erste Flüssiggasanlage im westlichen Pazifik. Seit einer umfassenden Erneuerung und Renovierung des Werks im Jahr 1993 produziert die Anlage mittlerweile rund 7,2 Millionen Tonnen Flüssiggas im Jahr. Im Rahmen der vor 20 Jahren durchgeführten Erweiterungsarbeiten errichtete die damalige Dyckerhoff & Widmann AG bereits zwei große LNG-Tanks mit einem Volumen von je 65.000 m³ mit vorgespannten Außenhüllen aus Stahlbeton.

Vor kurzem wurde die heutige STRABAG International GmbH – DYWIDAG LNG mit dem Bau eines weiteren, beinahe doppelt so großen LNG-Tanks mit einer Kapazität von 120.000 m³ beauftragt. Der Tank hat einen Außendurchmesser von 75,9 m und erreicht am höchsten Punkt eine Höhe von 46,15 m.

Der Tank gründet sich auf 1.328 Rüttel-Stopfsäulen, und die Bodenplatte hat einen Durchmesser von 77,9 m. Für die rund 14.000 m³ Beton des Außentanks sind neben 4.200 t Bewehrungsstahl auch 800 t kryogener Bewehrungsstahl erforderlich.

Die Betonwand hat am unteren Ende eine Stärke von 120 cm und verjüngt sich bis zu den Ringbalken unterhalb des Dachs auf 60 cm. Das rund 1.700 t schwere Dach aus Stahl wird nach der Fertigstellung des vorgespannten Außentanks mit Hilfe von Überdruck in die endgültige Position gebracht.

DSI lieferte kryogene DYWIDAG-Litzenspannglieder zur Vorspannung des Außentanks aus Stahlbeton. Insgesamt wurden 316 DYWIDAG-Litzenspannglieder mit MA-Verankerungen, Typ 6819, in den Außenwänden installiert. Die Litzenspannglieder wurden in ca. 20.000 lfm PP-Hüllrohren geführt. Zur Herstellung des Tanks wurden außerdem 18 t GEWI®-Bewehrungsstäbe, Ø 28 und 32, sowie 5 t kryogene GEWI®-Bewehrungsstäbe mit Zubehör benötigt.

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