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Der Liberty University Tunnel: DYWIDAG-Spannglieder für den ersten Jacked Box-Tunnel der USA

Der Liberty University Tunnel: DYWIDAG-Spannglieder für den ersten Jacked Box-Tunnel der USA

Die Liberty University ist die größte Universität in Virginia und die größte Privatuniversität der USA. Bisher war der Campus der Universität nur über eine gefährliche Zufahrt mit der stark frequentierten Wards Road verbunden. Die Wendemanöver, die Besucher der Universität durchführen mussten, um auf den Campus zu gelangen, führten regelmäßig zu Verkehrsbehinderungen.

Deshalb beschloss die Liberty-Universität, an der Kreuzung der Wards Road mit der Harvard Street einen Tunnel zu bauen, der als neuer Hauptzugang zur Universität direkt mit einem neuen Parkplatz für 1.400 PKW verbunden ist. Auf diese Weise reduziert sich ebenfalls der Verkehr auf dem Campus.

Der neue, 39,6 m lange Tunnel besteht aus zwei Röhren mit einer Durchfahrtshöhe von 4,7 m, die auf einer Breite von 8,5 m jeweils zwei Fahrspuren und einen Gehweg beinhalten. Die Tunnelbauarbeiten mussten unterhalb des Bahndamms durchgeführt werden. Damit der Bahnbetrieb ungehindert fortgesetzt werden konnte, wurde zum ersten Mal in den USA die so genannte Jacked Box-Methode eingesetzt.

Auf der Seite der Wards Road wurde zunächst eine temporäre Stützwand mit Bodennägeln errichtet. Diese diente einerseits dazu, Setzungen des Bahndamms zu verhindern, und andererseits zur Befestigung der sechs für das Jacked Box-Verfahren benötigten hydraulischen Spannpressen.

In einer Feldfabrik neben dem Universitätscampus erstellte man zwei 39,6 m lange und je 1.905 t schwere kastenförmige Segmente aus Ortbeton mit Wandstärken von 0,6 m, die nach Fertigstellung exakt vor dem Bahndamm positioniert wurden. Parallel dazu erstellte man links und rechts von den zukünftigen Tunnelröhren je drei verrohrte Bohrungen, die durch den Bahndamm führten.

Durch die verrohrten Bohrungen führte man 6 DYWIDAG-Litzenspannglieder des Typs 27-0.6" in HDPE-Hüllrohren. Die Spannglieder waren auf der einen Seite an den exakt ausgerichteten Tunnelkästen montiert und wurden auf der anderen Seite des Bahndamms mit Spannpressen an der temporären Stützwand fixiert. Die mit Hydraulikpumpen betriebenen Spannpressen zogen dann die an Spanngliedern fixierten Tunnelsegmente Stück für Stück durch den Bahndamm. Parallel zu den Zugarbeiten wurde das lose Erdreich an der Ortsbrust mit Hilfe von zwei kleinen Baggern und einem Förderband abtransportiert.

Über die beiden Tunnelsegmente wurde Bentonit injiziert, das während der Arbeiten als Schmierstoff diente. Außerdem wurden mit den Bentonitinjektionen etwaige Hohlräume verfüllt, um der Gefahr eventueller späterer Setzungen der darüber liegenden Gleise vorzubeugen. Nach erfolgreicher Durchführung der Arbeiten wurde der erste Jacked Boxing-Tunnel der USA im Januar 2014 eröffnet.

 

Ausgezeichnet mit dem pti Award of Merit

 

 

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