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ALWAG-Systeme leisten Beitrag zur Energieversorgung Chiles

ALWAG-Systeme leisten Beitrag zur Energieversorgung Chiles

In den chilenischen Anden, ca. 150 km südlich von Santiago de Chile, entsteht derzeit ein neues Wasserkraftwerk, das die Energieversorgung der gesamten Region deutlich verbessern wird: das Kraftwerk La Confluencia. La Confluencia wird als schlüsselfertiges Projekt von einer Arbeitsgemeinschaft aus Hochtief AG und Tecsa SA realisiert.

Das Laufkraftwerk hat eine Kapazität von 158 MW und wird in einer Höhe von 1.430 m errichtet. Der Wassereinfluss des Kraftwerks wird hauptsächlich durch die Schneeschmelze bestimmt. So wird das Kraftwerk im Gegensatz zu den bereits bestehenden Wasserkraftwerken in der Region auch während der Trockenzeit voll ausgelastet sein und das Gesamtsystem mit Energie beliefern.

La Confluencia wird an den Flüssen Tinguirica und Portillo errichtet. Zwei Haupt-Einlaufbereiche und fünf Nebeneinlässe sammeln das Wasser aus den beiden Flusstälern und leiten es in ein Sammelbecken mit einer täglichen Kapazität von 1,2 Mio. m³.

Um das Wasser von den Haupt-Einlaufbereichen zum Kraftwerk zu leiten, werden insgesamt 20 km Tunnel ausgebaut. Dabei handelt es sich um zwei horizontale Tunnel, die das Wasser zu einer ca. 360 m langen, vertikalen Andruckwelle leiten. Von hier aus wird das Wasser durch einen Hochdruck- Tunnel zu den beiden Turbinen im Kraftwerk geführt.

Die Tunnelausbauarbeiten machen den Großteil der Bauarbeiten an diesem Projekt aus. Der Vortrieb erfolgt simultan von beiden Portalen aus im Bohr- und Sprengverfahren mit anschließender Sicherung bei Vortriebsstrecken von ca. 9 m pro Tag. Der Portillo-Tunnel hat eine Querschnittsfläche von beinahe 33 m², während der kürzere Tinguirica-Tunnel über eine Querschnittsfläche von knapp 37 m² verfügt. Das als wasserdichter Schacht ausgeführte 95 m hohe Wasserschloss zur Verminderung des Druckstoßes in der Rohrleitung weist einen Querschnitt von etwas über 200 m² auf.

Die Geologie in der Region beinhaltet Tuffstein und Brekzie mit Roteisenerz und Tonschiefer, und die uneingeschränkte Druckfestigkeit bewegt sich im Bereich von 80 MPa-120 MPa. Erschwert werden die Tunnelausbauarbeiten vor allem dadurch, dass die Anden durch sedimentäres und vulkanisches Gestein mit sehr unterschiedlichen Zwischenschichten geprägt sind. Dadurch können die Gebirgsverhältnisse nicht vorhergesagt werden. So wurde zusätzlich zur Hauptfelsklasse III-V auch die Klasse I-II erwartet, allerdings während der Ausbauarbeiten nicht angetroffen. Zudem wurden die Ausbauarbeiten insbesondere im El Manzano-Bereich durch Grundwasser erschwert.

Zur Sicherung der Vortriebsarbeiten beauftragte der Generalunternehmer DSI Chile mit der Lieferung von ca. 350.000 lfm IBO-Selbstbohrankern des Typs R32, 25.000 lfm Ventilationsschläuchen mit Durchmessern von 1,20 m und 11 Injektionspumpen. Zudem lieferte DSI Chile ca. 500 lfm AT-114 Rohrschirme und ca. 1.500 lfm AT-89 Rohrschirme.

Die Arbeiten an diesem wichtigen Infrastruktur-Projekt begannen im Oktober 2007 und wurden Ende 2011 fertiggestellt.

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