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DYWIDAG-Spannglieder sichern eine der größten Autobahnbrücken in Ungarn

DYWIDAG-Spannglieder sichern eine der größten Autobahnbrücken in Ungarn

Brücke Köröshegyi, M7 Autobahn, Ungarn

Die Autobahn M7 in Ungarn ist Teil des Paneuropäischen Verkehrswegeplans »Helsinki Corridor No 5«, der die Adria mit den osteuropäischen Ländern verbinden soll. Der Korridor führt von Venedig über Triest, Ljubljana und Budapest nach Kiew. Eine der längsten Spannbeton-Autobahnbrücken in Ungarn entstand im Rahmen der 15 km langen Erweiterung der M7 Autobahn zwischen Zamárdi und Balatonszárszó, in der Nähe von Köröshegyi.

Die EU beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Aufbau einer funktionstüchtigen Verkehrsinfrastruktur mit dem Ziel der nachhaltigen Mobilität in ihrem immer größer werdenden Wirtschaftsraum. Ungarn fällt hierbei aufgrund seiner geographischen Lage eine wichtige Transitfunktion zu: zum einen auf dem Weg nach Osten in die ehemaligen russischen Länder, zum anderen auf dem Weg nach Südost-Europa zu den Beitrittskandidaten Kroatien, Rumänien und Bulgarien.

Der ungarische Staat hatte 2003 beschlossen, bis 2006 sein Autobahnnetz um 282 km bzw. 50 % zu erweitern. Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung eines umfangreichen ungarischen Autobahnnetzes, auch für einen friedlichen Wiederaufbau der Region Südost-Europa, beteiligt sich die EU an den Kosten für den Ausbau. Auch vor den Hintergrund einer ausgewogenen Seehafenpolitik und deren Anbindung an den Hinterlandverkehr ist der »Helsinki Corridor No 5« eine wichtige Verbindungsachse.

Mit einer Länge von 1.872 m und einer Höhe von 90 m stellt die Mitte 2004 begonnene Brücke bei Koröshegyi ein Kernstück der M7-Verlängerung dar. Diese Strecke führt von Slowenien südlich des Plattensees Richtung Budapest. Die Brücke war hinsichtlich ihrer Bauzeit von nur 2 1/2 Jahren sowie der hohen Anforderungen an die Bautechnologie zweifellos eine Ingenieurleistung von herausragender Bedeutung.

Der 23,80 m breite Überbau, der zwei Fahrbahnen aufnimmt, wird wegen der Höhe der Brücke und der kurzen Bauzeit in Spannbetonbauweise statt in Stahl verbundbauweise hergestellt. Er ruht auf 16 Pfeilern, die auf Bohrpfählen mit Durchmessern von 1.200 bis 1.500 mm und Tiefen von 22-29 m errichtet wurden. Die Pfeilerhöhe variiert zwischen 1 m am Rande des Tales und 90 m in der Mitte der Brücke. Die Pfeiler wurden mit Kletterschalungstechnologie in 5 m -Abschnitten gebaut.

Die 17 Brückenfelder (60 m + 95 m + 13 x 120 m + 95 m + 60 m) mit bis zu 120 m Spannweite wurden als Freivorbau, vor gespannt mit DYWIDAGSpanngliedern, gebaut. Dabei wurde ausgehend von den Pfeilern der Bau jedes Brückenfeldes in einer Schalung nach rechts und links vorangetrieben und dann gegeneinander vorgespannt. Die Besonderheit hierbei war ein Betonierabschnitt von 11 m, für den ein Schalungswagen, der auf einem auf drei Stützen ruhendem Träger über dem Brückenfeld hing, benötigt wurde. Damit wurde der Bau in großer Höhe in relativ kurzer Zeit ermöglicht.

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