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Japans größte Bogenbrücke verbindet die Inseln Kashirajima und Kakuijima

Japans größte Bogenbrücke verbindet die Inseln Kashirajima und Kakuijima

Kashirajima-Brücke in der Seto Inland Sea, Prefektur Okayama, Japan

Die Kashirajima-Brücke wird Japans größte Bogenbrücke sein. Ihre Bogenträger aus Stahlbeton enthalten einzelne Stahlbauelemente. Das 218 m weit gespannte Tragwerk ist gekennzeichnet durch den für eine große Brücke äußerst flach gespannten Bogen (Stichmaß 1/8).

Um die Bogenkonstruktion möglichst schnell schließen zu können, wurde die Methode des freien Vorbaus mit Abspannung in Kombination mit der Methode nach MELAN (siehe Kasten) eingesetzt, wobei ca. 60 % der Spannweite zunächst durch einen Bogenträger in Stahlbaukonstruktion überbrückt wurden.

Anschließend wurde der Bogen durch hochfesten Beton zum endgültigen Verbundquerschnitt ergänzt.

Dank der Lage der Brücke im Küstenbereich konnte das 130,4 m lange Stahlbau-Fertigteil mit einem 1.300-t-Schwimmkran eingehoben werden.

Für die Vorspannung des BrückenÜberbaus sowie für die temporären Abspannseile und Bodenanker kamen DYWIDAG-Spannsysteme und -Verankerungen zum Einsatz.

Die MELAN-Baumethode für Bogenbrücken

Die MELAN-Brückenbaumethode kann vorteilhaft eingesetzt werden, wenn der Bogen einer Brücke in Feldmitte nicht abgestützt werden kann oder wenn, besonders bei flachem Bogen, der Freivorbau mit rückwärtiger Abspannung allein technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Beim MELAN-Verfahren wird der Brückenbogen zunächst in Form einer Stahlbaukonstruktion errichtet (Fachwerkträger oder, wie im vorliegenden Fall, doppelter Hohlkasten-Vollwandträger). Anschließend wird der Bogenträger durch den Stahlbetonquerschnitt zum Stahl-Beton-Verbundquerschnitt ergänzt . Auf diesem werden dann die Zwischenstützen und der Überbau der Brücke aufgelagert.

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