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Der Jagdberg-Tunnel: ALWAG-Systeme sichern West-Ost-Autobahnachse

Der Jagdberg-Tunnel: ALWAG-Systeme sichern West-Ost-Autobahnachse

Die Autobahn A4 verbindet Mitteldeutschland mit Polen und ist eine der wichtigsten West-Ost-Achsen Europas. Der Streckenabschnitt zwischen Magdala und Jena-Göschwitz ist der heutigen Verkehrsbelastung von mehr als 50.000 Fahrzeugen pro Tag nicht mehr gewachsen. Auf Grund starker Steigungen und einer kurvigen Streckenführung wird der Verkehrsfluss durch den Lastkraftverkehr erheblich behindert.

Aus diesem Grund begannen im Mai 2008 die Bauarbeiten am 11,8 km langen, sechsspurigen Neubau dieses Abschnitts. Um das ökologisch sensible Leutratal zu schützen, wurde die Strecke auf einer Länge von 3 km als Tunnel ausgeführt. Der Jagdberg-Tunnel besteht aus zwei parallel verlaufenden Röhren mit jeweils drei Fahrspuren. Die Röhren haben bei einer maximalen Überdeckung von ca. 134 m einen Achsabstand von ca. 35 m und Ausbruchsquerschnitte von 125-155 m².

Die 3.074 m lange Nordröhre wurde auf einer Länge von 3.042 m im bergmännischen Vortrieb aufgefahren. Dazu kamen noch 10 m offene Bauweise am Ost- und 22 m offene Bauweise am Westportal. Die 3.070 m lange Südröhre wurde auf einer Länge von 2.930 m im bergmännischen Vortrieb gebaut. 10 m am Ost- und 130 m am Westportal erfolgten in offener Bauweise.

Der Tunnelvortrieb erfolgte im Sprengund Baggervortrieb nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NÖT). Dabei wurden beide Röhren im gegenläufigen Sprengvortrieb mit vorauseilender Kalotte bei Vortriebleistungen von bis zu 9 m pro Tag aufgefahren.

Der durch den Vortrieb freigelegte Bereich wurde unmittelbar mit Spritzbeton, Bewehrung und Ankern gesichert und abschließend mit einer 40-50 cm dicken Innenbetonschale versehen. Insbesondere im Bereich der hangnahen Südröhre sowie in der Nähe der Portale mussten zusätzlich Spieße zur vorauseilenden Sicherung eingesetzt werden, um Verwitterungstaschen im Röt wirkungsvoll zu sichern.

Zudem lagen insbesondere auch im mittleren Tunnelbereich mehrere tektonische Störungen vor, für die DSI Österreich qualitativ hochwertige ALWAG-Systeme lieferte. Hier wurden unter anderem Rohrschirme des AT-System AT-139 in bis zu 15 m Länge zur vorauseilenden Sicherung eingesetzt. Das AT-Rohrschirmsystem erlaubt eine effiziente Stützung der Laibung und sorgt für eine Längsverteilung der Belastungen im Vortriebsbereich.

Um eine optimale Anpassung an die Geometrie der Tunnel zu erreichen, lieferte DSI ebenfalls PANTEX Gitterträger der Typen PS70/22/32, PS95/22/32, PS130/26/34 und PS130/22/32. Mit Hilfe der Gitterträger wurden Verschiebungen des umgebenden Gebirges minimiert und die Wasserdichtigkeit der Spritzbetonschale entscheidend erhöht.

Des Weiteren wurden SN-Anker, Ø 25 mm, M26, sowie DYWI® Drill Hohlstäbe, Typ R32 und R38, eingebaut. Der Lieferumfang beinhaltete außerdem GEWI®-Stäbe, Typ 32, OMEGA-BOLT® Reibrohrexpansionsanker, Typ ERB 240, sowie Betonstahlspieße, Ø 28 mm, in Längen von 8 m.

Die derzeit größte Autobahnbaustelle Thüringens soll bis Mitte 2013 fertiggestellt werden und zu einer erheblichen Verbesserung des Verkehrsflusses in der Region beitragen.

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