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DYWIDAG-Litzenanker ermöglichen freie Fahrt auf Kanadas Highway 63

DYWIDAG-Litzenanker ermöglichen freie Fahrt auf Kanadas Highway 63

Der Highway 63 in Kanada durchquert den Bundesstaat Alberta und führt durch die Athabasca-Ölsandregion bei Fort McMurray.

Auf Grund der wachsenden Ölsand-Industrie ist die zweispurige Strecke mittlerweile überlastet, weshalb sie seit 2006 um zwei zusätzliche Fahrspuren erweitert wird. In einem Abschnitt des Highway 63, der durch eines der größten Bergbaugebiete Kanadas führt, wurden langfristig aktive Hangrutsche festgestellt. Der Auftraggeber beschloss deshalb, gleichzeitig mit der Verbreiterung der Strecke auch eine Hangstabilisierung durchführen zu lassen.

Während der geotechnischen Analyse wurde eine tiefe Bruchzone auf beiden Seiten der Autobahn festgestellt, die mit Hilfe von dauerhaften Ankerwänden gesichert werden musste. Auf Grund des steilen Hangabfalls entschied sich der Auftraggeber für die von DSI vorgeschlagenen DYWIDAG-Litzenanker mit doppeltem Korrosionsschutz, da die Installation und das Muffen von Litzenankern in steilen Gebieten sicherer ist als die Installation von Stabankern.

DSI hatte die Litzenanker speziell an die extremen klimatischen Verhältnisse angepasst und unterstützte den Auftragnehmer auch bei den Tests, die auf der Baustelle an den Ankern durchgeführt wurden. Für die Tests lieferte DSI Kraftmessdosen, mit deren Hilfe die nötigen Daten für die Feinjustierung der Ankerkräfte gesammelt werden konnten.

Die Anker mussten über drei unterschiedliche Lockergesteinszonen hinweg in den vorherrschenden Kalkstein installiert werden. Da die Bodenbedingungen entlang der gesamten Ankerwand sehr inhomogen waren und die Höhe der Kalksteinschicht im Boden um bis zu 7 m variierte, war die exakte Vorbestimmung der Ankerlänge besonders schwierig. Wegen der großen Tiefe der Bruchzone waren sehr lange Anker mit freien Längen von 16-31 m nötig.

Zunächst wurden die Litzenanker auf der Ostseite des Highways installiert. Im Anschluss daran wurden die Bohr- und Installationsarbeiten an den drei Reihen von Bodenankern an der westlichen Wand durchgeführt. Insgesamt wurden für das Projekt 578 doppelt korrosionsgeschützte DYWIDAG-Litzenanker, 4-0.6" und 12-0.6" installiert, getestet und mit Spanngeräten der DSI vorgespannt. Die Anker wurden in Bohrlöcher mit 225 mm Durchmesser installiert und hatten zulässige Lasten zwischen 630 und 1.180 kN. Um die Bodenanker zusätzlich vor Korrosion zu schützen, wurden sie nachträglich mit Zement injiziert und am oberen Ende mit Ankerkappen versehen.

Trotz der erschwerten Zugangsbedingungen und der Tatsache, dass die Arbeiten unter ungünstigen Wetterbedingungen im Winter 2010/2011 durchgeführt wurden, konnte der Auftragnehmer die Installation der Bodenanker erfolgreich fertigstellen.

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