DYWIDAG-SYSTEMS INTERNATIONAL
Klicken zum Vergrößern

Sprache

Erdbebensicherung mit DYWIDAG-Stäben: Das Haspelbaechel-Viadukt in Lothringen

Erdbebensicherung mit DYWIDAG-Stäben: Das Haspelbaechel-Viadukt in Lothringen

Das Haspelbaechel-Viadukt liegt im Vogesen-Massiv in der Nähe der Ebene von Lothringen. Als Teil der europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecke Ost verbindet es Paris mit Ostfrankreich und Süddeutschland. Da Bahnstrecken für Hochgeschwindigkeitszüge nur sehr geringe Krümmungen haben dürfen, wurde der Streckenabschnitt über das Haspelbaechel-Tal als 270 m langes Viadukt mit 40 m hohen Pfeilern gebaut.

Um den Naturpark der Nord-Vogesen so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, wurde das Viadukt mit Spannweiten von 58 m und 5 Brückenfeldern gebaut. Das ursprünglich 2001 im Freivorbau errichtete Brückendeck aus Hohlkastenträgern wurde vor kurzem wegen neuer Bestimmungen zum Erdbebenschutz in eine Konstruktion aus doppelten Stahlträgern umgewandelt.

Die Brückenwiderlager wurden im Rahmen der Erdbebensicherung mit 6 horizontalen DYWIDAG-Spannstäben, Ø 75 mm, stabilisiert. Hierfür mussten die Spannstäbe gemäß einer exakt definierten Sequenz gespannt werden, damit die Widerlager nicht ins Ungleichgewicht gerieten. Die DYWIDAG-Spannstäbe wurden zunächst einzeln auf 50 % vorgespannt. Anschließend wurden die Spannstäbe auf die endgültige Spannkraft von 300 t vorgespannt.

Auf Anfrage des Generalunternehmers Eiffage Construction Métallique wurde bei der Vorspannung auf 50 % der Spannkraft ein Test mit einem Lastmess-Sensor durchgeführt, um nachzuweisen, dass die Spannstäbe korrekt gespannt wurden. Für diesen Test waren Validierungen von zwei verschiedenen Ingenieurbüros nötig. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Tests wurden die DYWIDAG-Spannstäbe auf ihre endgültigen Lasten vorgespannt.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Exaktheit der Installation gelegt, da ein solches Widerlager in Frankreich zum ersten Mal gebaut wurde. So gab es für das Vorspannsystem lediglich eine Toleranz von 5 %.

Bei den eingesetzten DYWIDAG-Spannstäben handelte es sich um in Hüllrohren geführte und mit Wachs injizierte nachspannbare Stäbe. Um den vollständigen Korrosionsschutz der Spannstäbe zu testen und eventuelle undichte Stellen bzw. undichte Verbindungen zwischen der Injektionsöffnung und den Ventilen auszuschließen, wurde die Dichtigkeit der Hüllrohre vor dem Wachsen mit Pressluft getestet.

dsi map overlay