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<i>GEWI</i><sup>®</sup>-Anker stabilisieren wichtige Hafenbauarbeiten auf der britischen Kanalinsel Alderney

GEWI®-Anker stabilisieren wichtige Hafenbauarbeiten auf der britischen Kanalinsel Alderney

Die Insel Alderney im Süden von Großbritannien ist die nördlichste Insel der Kanalinseln. Die wichtigste Verbindung von der Insel nach Großbritannien ist der Commercial Quay im Hafen von Braye. Hierher werden alle für die Inselbewohner überlebenswichtigen Materialien wie Lebensmittel, Brennstoffe oder auch Baustoffe verschifft, und der Hafen ist gleichzeitig der wichtigste Passagierhafen der Insel.

Da der Hafen zukünftig Schiffe von bis zu 95 m aufnehmen und der Frachtverkehr aus Sicherheitsgründen zukünftig vom Passagierverkehr getrennt werden soll, wurde ein umfangreicher Umbau des über hundert Jahre alten Kais nötig. Außerdem waren die Sicherheitsbedingungen für anlegende Öltanker unzureichend, und im Laufe der Jahre kam es zu Korrosionsschäden am Kai.

Im Mai 2008 begann ein Team aus Spezialisten der Ingenieurfirma Geomarine, den Sand auf dem Meeresboden abzutragen, bis solides Grundgestein erreicht wurde. Danach wurde unter Einsatz von 6 Tauchern eine Stahlschalung auf den Meeresgrund gesetzt, die bis zur Unterseite der Blöcke aus Betonfertigteilen mit Beton gefüllt wurde. Zur temporären Stabilisierung der Betonblöcke wurde ein Stahlgerüst verwendet.

Die neue Kaimauer besteht aus 842 je 12 t schweren Betonfertigteilen und aus 2.500 m³ Beton. Für die Verankerung der Kaimauer im Meeresgrund wurden GEWI®-Anker eingesetzt. Die GEWI®-Anker wurden durch die Öffnungen in den aufeinander montierten Betonfertigteilen geführt und 8 m tief in die Felsschicht unterhalb des Meeresbodens eingebohrt, bevor sie auf 120 t vorgespannt wurden. Zur Bohrung der Ankerlöcher wurde die DTH-Hammermethode eingesetzt. Dabei war die Spülgeschwindigkeit wichtig, um die Entfernung des Bohrkleins sicherzustellen. Das angrenzende Bohrloch musste jeweils verschlossen und injiziert werden, bevor am nächsten Bohrloch gearbeitet werden konnte, um eine Durchdringung zwischen den Bohrlöchern zu verhindern. Insgesamt wurden 40 GEWI®-Anker Ø 63,5 mm in Längen von 18 m und 44 GEWI®-Dübel Ø 63,5 mm mit hoher Scherfestigkeit installiert.

Für das Verpressen der Anker war eine spezielle Methodik nötig, um sicher zu stellen, dass die Bohrlöcher vollständig mit Zementsuspension injiziert wurden. Eine Kombination aus Injizierschläuchen mit integrierten Füllstandsindikatoren gewährleistete, dass die 8 m langen Bohrlöcher komplett injiziert wurden. Dies gewährleistete ein Vorspannen der Anker vor dem Verbund mit den Betonfertigteilen und stellte sicher, dass die Vorspannkraft dauerhaft auf die aus Betonfertigteilen erstellte Kaimauer übertragen wurde.

Die Durchführung dieses Projektes auf der Insel Alderney war für alle Beteiligten eine logistische Herausforderung. Trotz der isolierten Lage der Insel, verspäteter Lieferungen, ungünstiger Witterungsverhältnisse und schlechter Bedingungen für Unterwasserarbeiten wurden die Arbeiten an der neuen Kaimauer erfolgreich abgeschlossen.

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