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Die Talbrücke Hammecke: Vorspannsysteme für Taktschiebebrücke in Deutschland

Die Talbrücke Hammecke: Vorspannsysteme für Taktschiebebrücke in Deutschland

Die Bundesautobahn A 46 führt von Heinsberg an der holländischen Grenze bis in die östlich von Dortmund gelegene Ortschaft Bestwig im Sauerland. Im Zuge des Ausbaus der A 46 bei Bestwig entstehen neben einer 2,7 km langen Zubringerstrecke auch 13 neue Brücken.

Eine der vier technisch anspruchsvollen Großbrücken in diesem Abschnitt ist das Bauwerk 186, die Talbrücke Hammecke. Die Stahlbetonbrücke liegt im Norden des Bahnhofs von Bestwig und hat eine Länge von 507,5 m. Das Bauwerk steht auf insgesamt 12 Säulenpaaren bei Pfeilerabständen von 2 x 40 m und 9 x 47,5 m. Einige der Pfeiler wurden als Betonrundpfeiler in Stahlrohren betoniert. Dabei waren für die Pfahlgründungen Gesamtbohrlängen von über 2.000 m erforderlich.

Die Talbrücke Hammecke wird als Taktschiebebrücke errichtet und besteht aus zwei parallel verlaufenden Fahrbahnen aus Spannbeton-Hohlkästen. Taktschiebebrücken sind auf Grund des geringen Geräteparks, einer guten Ausnutzung von Schalungs- und Rüstzeug sowie sich kontinuierlich wiederholender Arbeitsvorgänge sehr wirtschaftlich. Der Überbau ist gekrümmt, die einzelnen Taktabschnitte werden in Längen von ca. 24 m verschoben.

DSI produzierte, lieferte und installierte für dieses Projekt die gesamten Spannsysteme. Die Längsvorspannung der Spannbeton-Hohlkastenelemente erfolgte gemäß der Verschubarbeiten mit 370 t externen Fertigspanngliedern, 6-19 Typ SUSPA Systems. Die große seitliche Auskragung auf beiden Seiten der Fahrbahnplatte erforderte eine Quervorspannung mit insgesamt 120 t Monolitzenspanngliedern vom Typ ME 6-4.

Darüber hinaus lieferte DSI temporäre Spannglieder für die Pfeilerabspannung, Spannglieder für den Vorbauschnabel, die
Hub -Reibeanlage und die Widerlager.

Die Pfeiler mussten gegen die bei den Verschubarbeiten auftretenden Kräfte gesichert werden. Hierfür lieferte DSI die Pfeilerabspannung aus 2 x 2 Monolitzenpaaren pro Pfeiler, Typ ME 6-4, 150 mm², St 1570/1770, mit einer mittleren Länge von i.M. 50 m. Deren Verankerung erfolgte im Fundament über eine Koppelplatte mit je zwei GEWI® -Stäben, Ø 28 mm, und am Pfeilerkopf umgelenkt an den Lagersockeln, die wiederum mit zwei glatten Spannstäben Ø 32 mm (WS) gegeneinander verspannt wurden (Pfeilerkopfvorspannung).

Der Vorbauschnabel wurde in Brückenlängsrichtung mit kurzen Litzenspanngliedern des Typs 6-7, 150 mm², St 1570/1770, in Längen von 2,80 m bis 4 m an den Überbau gespannt. In Vertikalrichtung erfolgte die Vorspannung mit Stabspanngliedern des Typs 40 (WR) in mittleren Längen von ca. 5,00 m.

Die Eberspächer Hub- Reibeanlage wurde im Taktkeller am Widerlager aufgebaut und oben mit 6 Spanngliedern, bestehend aus je 7 Litzen (mittlere Länge 5,20 m, 150 mm², St 1570/1770) und unten mit 2 Spanngliedern, bestehend aus je 4 Litzen (mittlere Länge 4,40 m, 150 mm², St 1570/1770) gegen den Widerlagerkörper verspannt.

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