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Ölförderung mit Tunnelbaumethoden

Ölförderung mit Tunnelbaumethoden

 Die Methode, Öl mit Hilfe der Schwerkraft zu fördern, ist nicht neu. Hierbei wird ein Stollen ca. 15 m unter ein relativ oberflächennahes Ölfeld getrieben. Aus dem Stollen werden zahlreiche Löcher nach oben in das Ölfeld gebohrt und mit Rohren ausgekleidet. Die Schwerkraft »zieht« dann das Öl durch diese Bohrlöcher nach unten in den Stollen, wo es in einer Wanne aufgefangen und dann nach oben gepumpt wird.

Rock Well Petroleum Inc. ist einer der Pioniere, die diese effiziente, umweltfreundliche und produktive Methode in größerem Stil anwenden. Bei dem ersten Ölfeld, das mit dieser Technik ausgebeutet werden soll, handelt es sich um ein altes, verlassenes Ölvorkommen in der Nähe von Greybull in Wyoming. Die konventionelle Ölförderung mittels Pumpen wurde hier vor Jahren als ineffizient und zu kostspielig eingestellt. Rock Well Petroleum Inc. erwartet nun, mit der Schwerkraftmethode hier noch mindestens 15 Jahre mehrere 100 Barrel Öl pro Tag zu fördern. Eine Überwachung der Förderanlage im wöchentlichen Rhythmus ist dabei ausreichend.

Die Schwerkraftmethode ist zudem sehr umweltfreundlich, da die Förderung so gut wie keine Beeinträchtigungen an der Erdoberfläche nach sich zieht. Wenn das Greybull-Ölfeld komplett ausgebeutet ist, wird der Stollen voraussichtlich eine Länge von 1,2 km und eine maximale Tiefe von 120 m erreicht haben.

American Commercial Inc. (ACI) hat nach den Bedürfnissen von Rock Well Petroleum Inc. eine Lösung für das Stollenportal des Öl-«Bergwerks « in Greybull entwickelt. Es besteht aus vierteiligen, hufeisenförmigen Stahlbögen St 50, die einen äußeren Radius von ca. 5 m haben. Die Herstellung und Kaltformung der Stahlbögen erfolgte im ACI-Werk in Louisville, Kentucky. Das Design der Stahlbögen hat ACI für die Breite der im Stollen benötigten Maschinen sowie die Führung von dauerhaften Belüftungsleitungen im Scheitel der Stahlbögen ausgelegt. Die Stahlbögen wurden anschließend mit einer schweren (10 ga) Stahlbeplankung bedeckt, die mit einfachen Klips an den Kanten der Bögen befestigt wurde. Die Beplankung besteht aus zwei einzelnen Seitenstücken und ist auf dem Scheitel der Bögen verfugt. Ein 20 cm breites Band als Beplankung auf der Fuge macht das Stollenportal wasserdicht. Nach der Fertigstellung konnte das Stollenportal mit losem Gesteinsschutt aus der Ausgrabung bedeckt werden.

Die umfangreiche technische Beratung durch ACI beinhaltete auch Ingenieurplanungsleistungen. Untersuchungen hatten ergeben, dass die Stärke der Bedeckung über dem Stolleneingang variiert. Daher empfahl ACI, für dieses Stollenportal insgesamt 46 Stahlbögen in Abständen von 0,75 - 1,2 m zu setzen. ACI trug darüber hinaus mit innovativen Ideen bzgl. der Nutzung vorhandener Materialien zum Mehrwert dieses Projektes bei. So schlug ACI z.B. vor, das Canopy des Stollenportals mit 1,5 m dicken Pfosten auf eine bereits vorhandene niedrige Betonwand zu stützen.

Rock Well Petroleum Inc. war mit der technischen Beratung und dem engagierten Kundenservice von ACI bei diesem Projekt sehr zufrieden. ACI ist daher zuversichtlich, Rock Well Petroleum Inc. bei der Umsetzung der Pläne zur Ausbeutung weiterer »onshore«-Ölfelder auf US-Territorium auch zukünftig zu begleiten.

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