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Pylonfundamente für Schrägseilbrücke mit hydraulischem DYWIDAG-Hubsystem geliftet

Pylonfundamente für Schrägseilbrücke mit hydraulischem DYWIDAG-Hubsystem geliftet

Golden Ears-Brücke über den Fraser River, Langley, Großraum Vancouver, BC, Kanada

Die neue Schrägseilbrücke über den Fraser River in der Nähe von Vancouver im Westen Kanadas liegt in einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend. Diese gab der Brücke auch ihren Namen. So ist der Name der nahen Bergkette »Golden Ears« eine lokale Abwandlung für den Begriff »Golden Aeries«, womit die Nester der an diesem Küstenabschnitt jagenden Adler gemeint sind.

Die Bauarbeiten für die neue Golden Ears-Brücke begannen im Sommer 2006. Nach ihrer geplanten Fertigstellung Mitte 2009 wird die Brücke erheblich zur Besserung der Verkehrssituation im Großraum Vancouver beitragen.

Die 968 m lange Brücke, eine durchgehende extradosed Stahl-Beton-Verbund Schrägseilbrücke mit 3 Hauptspannweiten von jeweils 242 m, überquert den Fraser River an einer bautechnisch kritischen Stelle. Der Fluss wird hier erheblich vom Wechsel der Gezeiten beeinflusst, so dass sich die Strömungsrichtung laufend ändert. Eine besondere technische Herausforderung bei diesem Projekt war die Entwicklung von Fundamenten, die einerseits resistent sind gegen den stetigen Wechsel der Strömungsrichtung sowie andererseits in den dicken Schlickschichten des Flusses verankert werden konnten.

Man entschied sich dafür, die 4 Pylone auf massiven, 3 m starken, 45 m langen und 18 m breiten Pfahlkopfplatten zu gründen, die jeweils von 12 Pfählen mit 2,5 m Durchmesser und bis zu 85 m Länge getragen werden. Um die Fundamente im Fluss korrekt platzieren zu können, wurde zunächst deren äussere Form als schwimmfähiger Trog aus Beton hergestellt und mit 6 Pfählen temporär verankert. Das Heben der ca. 1.300 t schweren, im Wasser schwimmenden Betonschalen um ca. 3 m musste gleichmässig an allen 24 Hebepunkten erfolgen, um Beschädigungen und die Überlastung einzelner Tragglieder zu verhindern. Daher wurde vom Auftraggeber ein hydraulisches Hubsystem vorgesehen.

Auf Anraten von DSI Kanada kam ein System mit 24 manuell gesteuerten Hydraulischen Hohlzylinderpressen zum Einsatz. Der Test einer Hub einheit (= eine elektro-hydraulische Pumpe mit 4 Pressen (à 110 t) im Maßstab 1:1) im DSI Werk in Surrey, BC, bewies die Eignung dieses Systems. DSI-Ingenieure erstellten zusammen mit dem Bauunternehmen detaillierte Pläne für den praktischen Hebevorgang.

An jeden der 6 temporären Pfähle wurde jeweils eine Pumpe und 4 hydraulische Pressen angeschlossen. Die Anbringung von Strömungskontrollventilen und Lastausgleichsventilen ermöglichte es dem Bediener des Systems, die Kräfte und die Hebegeschwindigkeit jeder einzelnen Winde ständig zu kontrollieren und anzupassen. Ein Mitarbeiter von DSI Kanada überwachte das Heben des ersten Pylonfundaments und erklärte dabei die genaue Handhabung jedes Teilstückes. Die manuelle Kontrolle war bei diesem Projekt wesentlich effektiver als der Einsatz eines computergesteuerten Hebesystems.

DSI Kanada vermietete das komplette DYWIDAG-Hubsystem inklusive Zubehör für diese anspruchsvolle Massnahme. Darüber hinaus lieferte DSI Kanada die DYWIDAGGewinde stäbe mit 47 mm Durchmesser und einer maximalen Bruchlast von 1.820 kN, die zur Verankerung der Betonschale an den 24 Hebepunkten mit dem Hebegerät dienten.

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