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Schlanke Struktur für die Funder-Brücke mit DYWIDAG-Systemen

Schlanke Struktur für die Funder-Brücke mit DYWIDAG-Systemen

Dänemark ist das Land der 1.400 Inseln, weshalb die meisten Brücken im Land Wasser queren. Um allerdings die ca. 12 km lange Lücke der Ost-West-Autobahnverbindung in Mitteldänemark schließen zu können, war eine Lösung für das naturgeschützte Tal des Baches Funder notwendig. Hier steht nun die mit 724 m längste Landbrücke Dänemarks.

Da das Naturschutzgebiet möglichst wenig beeinträchtigt werden sollte, wurde die Brücke im Taktschiebeverfahren mit Hilfsstützen gebaut. Da der Grundriss der Brückenachse einen konstanten Kreisbogen und eine nachfolgende Klothoide beinhaltet, wurde der Brückenbau mit der patentierten Match- Cast-Methode durchgeführt.

Die Brücke wirkt mit ihren zwei getrennten Überbauten aus Spannbetonhohlkästen sehr schlank. Die gleichbleibenden Spannweiten von 85 m wurden für das Taktschiebeverfahren in Felder mit 42,5 m Länge geteilt. Während des Einschubs ruhten die Spannbetonhohlkästen zusätzlich zu den bis zu 35 m hohen Pfeilern auf Hilfsstützen. Sowohl die Hilfsstützen als auch der Taktkeller wurden nach Fertigstellung der ersten Richtungsfahrbahn querverschoben, um anschließend den Überbau für die andere Richtungsfahrbahn einzuschieben.

Die Fahrbahnplatte wurde mit 12 DYWIDAG-Litzenspanngliedern mit je 15 Litzen, Ø15,7 mm, zentrisch vorgespannt und die Bodenplatten mit jeweils acht DYWIDAG-Litzenspanngliedern mit 12 Litzen. Außerdem waren je Feld vier zusätzliche Bodenplattenspannglieder notwendig, die an Bodenplattenlisenen verankert wurden. In jedem Steg kamen fünf weitere DYWIDAG-Spannglieder mit 19 Litzen zum Einsatz, die sich im Bereich der Stützen überlappen und somit nach Abbau der Hilfsstützen die zusätzlichen Lasten und die Last des Verkehrs aufnehmen können.

Eine besondere Herausforderung war die Überspannung des Funderbach- Flussbettes. In diesem geschützten Naturgebiet war keine Hilfsstütze erlaubt. Um die Spannweite hier halbieren zu können, wurde ein A-Bock aus Stahl über das Flussbett konstruiert. Zur Aufnahme der horizontalen Schubkraft aus den beiden A-Bock-Stielen, die nicht in die Pfeiler abgeführt werden konnte, wurden DYWIDAG-Spannglieder zum Kurzschluss der Kräfte zwischen den Fußknoten der Tragpfeiler gespannt und vor Einschub des Überbaus gegen die Pfeiler vorgespannt. Der so entstandene stabile A-Bock wurde für die Errichtung des zweiten Überbaus mit Hilfe von DYWIDAG-Spanngliedern ebenfalls querverschoben.

Die längste Landbrücke Dänemarks wurde Ende 2011 erfolgreich fertiggestellt.

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