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Erste Seilhängebrücke von Fort Edmonton mit DYWIDAG-Hängeseilen gesichert

Erste Seilhängebrücke von Fort Edmonton mit DYWIDAG-Hängeseilen gesichert

Im Juni 2011 wurde in der kanadischen Stadt Edmonton, Alberta die erste Seilhängebrücke der Stadt eröffnet.

Die Brücke liegt am südwestlichen Ende des Parks von Fort Edmonton und ist Teil des „Ribbon of Green“- Projekts der Stadt. Das Projekt hat als Ziel, die Auen und Wälder im Flusstal für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Bauarbeiten an der 246 m langen Fußgängerbrücke begannen im August 2008. Die Brücke hat eine mittlere Spannweite von 138 m, Aussichtsplattformen an jedem Pfeiler und ist in ihrer Konzeption einzigartig. Sie verfügt lediglich über zwei in ca. 30-40 m Entfernung von den beiden Ufern entfernten Pfeilern im Flussbett. Die Pfeiler wurden in dieser Form positioniert, um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten.

Da die bodennahen Schichten im Flussbett nicht tragfähig genug waren um die zu erwartenden Lasten aufzunehmen, wurden die Fundamente der beiden Brückenpfeiler im Flussbett in Form einer Tiefgründung ausgeführt. Hierzu wurden Senkkästen aus bewehrtem Beton auf eine Tiefe von ca. 12,50 m in das Flussbett eingelassen und verfüllt. Über die Senkkästen werden die dynamischen Bauwerkslasten in die Erde abgeleitet und abgetragen.

Auf den beiden Fundamenten wurden anschließend die beiden Stützpfeiler bis auf die Höhe des Brückendecks aus bewehrtem Beton errichtet. Das Brückendeck wurde in Segmentbauweise aus je 3 m langen bewehrten Betonfertigteilsegmenten errichtet, die mit Litzenspanngliedern in Längsrichtung vorgespannt wurden. Auf Grund der wechselhaften Wetterbedingungen konnten in der Mitte des Flusses keine großen Kräne verwendet werden, um die Fertigteilsegmente zu platzieren. Deshalb wurden die Segmente mit einer auf der Hauptspannweite aufgebauten Fahrleitung vom Ufer zum Einbauort transportiert und dann mit Hilfe temporärer Spannglieder, die über die Hauptspannweite führten, eingeschoben.

Oberhalb des Brückendecks führen die beiden Pfeiler als zweigeteilte zueinander geneigte Stahlpylone nach oben. Den horizontalen Abschluss jedes Pylons bildeten vorgespannte, betonierte Pfeilerköpfe, über die auch die beiden Haupttragseile geführt wurden. Die beiden parallel zum Brückendeck verlaufenden Haupttragseile nehmen die Lasten der vertikalen Hänger auf und tragen die Zugkraft des durchlaufenden Brückendecks. Die Haupttragseile wurden im Uferbereich in gesonderte Ankerblöcke rückverankert.

DSI Kanada lieferte für dieses Projekt DYWIDAG-Stabanker in Durchmessern von 36 mm für die Widerlager. Zudem lieferte und installierte DSI alle Vorspannsysteme. Dazu gehörten DYWIDAG-Litzenspannglieder, 12-0.6" bis 27-0.6" im Brückendeck, DYWIDAG-Stabspannglieder in Durchmessern von 36 mm für die betonierten Pfeilerköpfe sowie DYWIDAG-Stabspannglieder in Durchmessern von 46 mm für die Ankerblöcke an den Enden der Haupttragseile.

Dank der Beratung durch erfahrene DSI-Ingenieure bewältigte das kanadische Baustellen-Team die ungewohnte Herausforderung problemlos.

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